News 05.12.2011

Der Mann für die inneren Angelegenheiten

Der Mann für die inneren Angelegenheiten
© Werk

Der Klagenfurter Designer Ernst Reim hat nicht nur bei der Ford-Studie Evos den Innenraum gestaltet, sondern auch bei Fiesta und Focus.

Seinen ersten Vertrag als Designer hat er schon unterschrieben, da war er mit der Uni noch gar nicht fertig.

Ernst Reim (42), heute Leiter des Interior-Design bei Ford in Köln, stieg mit Vollgas in seine Berufslaufbahn ein. Nach dem Gymnasium in Klagenfurt studierte er Industrie-Design in Linz und wurde dort im Abschlussjahr 1997 von VW angeworben. Der Klagenfurter spezialisierte sich vom Beginn seiner Autodesigner-Karriere an auf die Innenraum-Gestaltung und konnte bei VW gleich an einigen ganz besonderen Projekten mitarbeiten. Reim: "Ich war sowohl beim ersten Phaeton als auch beim Bugatti Veyron im Team dabei."

Nach vier Jahren in Wolfsburg wechselte Reim für ein Jahr in das Designstudio des Konzerns nach Kalifornien. Von dort war gerade der Schöpfer des New Beetle, Jeff Mays, als Designchef zu Ford gewechselt und der holte einige Leute aus seinem alten Team nach. Damit war der Weg zu einem Wechsel-Angebot auch an den Österreicher nicht weit. Reim: "Mich hat zu dem Zeitpunkt vor allem die Perspektive gelockt, bei Ford in einem Weltkonzern mit globaler Ausrichtung arbeiten zu können."

Weltweit

Ernst Reim vor der wegweisenden Ford-Studie Evos, deren Innenraum er gestaltet hat.
© Werk

Heute steht auf seiner Visitenkarte zwar "Chief Designer Interior Design Ford Europe" aber die globale Ausrichtung ist geblieben. Dem neuen Organisationsschema von Ford folgend ist Europa für die Klein- und Kompaktwagen des Hauses weltweit zuständig. Daher musste man etwa bei der Gestaltung des Fiesta oder des neuen Focus darauf eingehen, dass die Modelle weitgehend unverändert auch in den USA und dem Rest der Welt angeboten werden, nicht nur in Europa.

Wie man sich die Zukunft vorstellt, zeigen Reim und seine Designer in Frankfurt mit der Studie Evos. Der Trend geht dabei weg von den Schaltern und Knöpfen im Cockpit hin
zu Berührungs-sensitiven Schaltflächen, wie sie die Kundschaft von ihren Smart-Phones her kennt.

Im nächsten Mondeo wird man einiges davon zu sehen bekommen.

(Kurier) Erstellt am 05.12.2011