News 26.04.2016

Kia Sportage: Begegnung auf hohem Niveau

Kia Sportage: Begegnung auf hohem Niveau
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Neue Modellgeneration mit viel serienmäßiger Ausstattung und gehobenem Qualitätslevel.

Seit 1994 fixer Bestandteil der Modellpalette, bringt die Hyundai-Tochter Kia jetzt die vierte Generation des mit dem Tucson weitgehend baugleichen Sportage an den Start. Gestaltete sich Mitte der 90er-Jahre des letzten Jahrhunderts das Angebot in diesem Segment noch sehr überschaubar, so sieht sich Kia jetzt mit einer Fülle an Mitbewerbern konfrontiert – in deren Kreis der Sportage eine bemerkenswert gute Figur macht.

War Kias Erstversuch noch ein merkwürdig reizlos gestylter Simpel-Geländewagen, steht mit der Generation vier nun ein hochmoderner Allrad-Kompakt-SUV zur Debatte, vor dem sich so manche Wettbewerber zu Recht fürchten sollten.

Kein Sonderangebot

Billig war eindeutig gestern, kommt doch der Sportage in der vom Motor-KURIER gefahrenen Ausstattungslinie GT-Line auf immerhin € 42.490,–.

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Das ist eine Menge Geld für ein SUV der unteren Mittelklasse, zumal für eines aus Korea. Der Preis wird aber rasch durch die unglaublich reichhaltige Serienmitgift relativiert: Mehr Ausstattung geht eigentlich gar nicht und sollte vor allem deutschen Anbietern die Schamesröte ins Gesicht treiben. Man kann’s nicht oft genug sagen: Allein das umfangreiche Garantiepaket (12 Jahre gegen Rost, 7 Jahre/150.000 Kilometer aufs Auto, 7 Jahre Mobilitätsgarantie im Fall einer Panne, 7 Jahre Navi-Software-Updates, 5 Jahre auf den Lack) ist ein schlagendes Argument für die Anschaffung dieses Fahrzeugs und dokumentiert, auf welch hohem Niveau Kia sich heutzutage bewegt.

Gute Verarbeitung

Der Sportage machte von einer Generation zur nächsten einen jeweils großen Sprung hinsichtlich Verfeinerung nach vorn, da macht auch die eben auf den Markt gekommene vierte Auflage keine Ausnahme. Eine hohe Verarbeitungsqualität und viel Liebe zum Detail – Klavierlack, Chromapplikationen und der mit Soft-Touch-Materialien überzogene Armaturenträger – lassen (beinahe) Premium-Ambiente aufkommen.

Gut zum athletisch gezeichneten Sportage passt auch der neue 1,6-Liter-Direkteinspritzer-Benziner, der es mittels Turboaufladung auf 177 PS bringt. Der T-GDI genannte Motor wird zwar nicht das Gros der Sportage-Verkäufe ausmachen (das wird erfahrungsgemäß der schwächere der beiden Zweiliter-Turbodiesel mit 136 PS sein), ist aber dennoch eine – zumindest – überlegenswerte Alternative zu den Selbstzündern, weil der Vierzylinder mit hoher Laufruhe, spontaner Kraftentfaltung und üppigem Durchzug der Arbeit nachgeht.

Kia Sportage…
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Einziger Punkt für Kritik: Mit einem Durchschnittsverbrauch von nicht gerade sparsamen über neun Liter auf hundert Kilometer erntet die Antriebsquelle nur wenig Lorbeer.

Antrieb: 4 Zylinder, Benzin, Direkteinspritzer, 2 oben liegende Nockenwellen, 4 Ventile/Zylinder, Turbolader, Ladeluftkühler; Euro 6. Hubraum: 1591 cm³PS/kW: 177 PS/130 kWmaximales Drehmoment: 265 Nm bei 1500 U/min

Allradantrieb, 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe;

Spitze 202 km/h, 0–100 in 9,1 Sekunden;

Fahrwerk: Selbst tragende Karosserie, Hilfsrahmen, Einzelradaufhängung, vorn McPherson-Federbeine, Dreieckquerlenker, hinten Mehrlenkerachse, vorn/hinten Schraubenfedern, Teleskopstoßdämpfer, Stabilisatoren, Scheibenbremsen (vorn innen belüftet), Zahnstangenlenkung mit elektrischer Servounterstützung, ABS, Bremsassistent, elektronisches Stabilitätsprogramm ( ESP), Berganfahrhilfe.

Maße (L x B x H): 4480 x 1855 x 1635 mm Wendekreis: 10,6 m Radstand: 2670 mm Kofferraum: 491–1480 l Gewicht: 1583 kg Gesamtgewicht: 2170 kg Tankinhalt: 62 l

Normverbr.: 7,5 l/100 km 175 g/km CO²

Testverbr.: 9,5 l/100 km

Preis: 42.490 €

Preis Testwagen: 42.490 €

Motorbezogene Versicherungssteuer: 829,44 €

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© Kia
(Kurier) Erstellt am 26.04.2016