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Fahrbericht
09/12/2019

Erste Ausfahrt mit dem neuen Kia XCeed

Was kann das mittlerweile vierte Mitglied der großen Ceed-Familie?

Der Versuchung den Ceed Kombi einfach höherzulegen und mit einer Plastikbeplankung zu versehen, hat man widerstanden. Ebenso wenig hat Kia ein „klassisches“ SUV auf Ceed-Basis auf die Räder gestellt. Statt dessen präsentiert man den XCeed. Bei Kia erwartet man einiges vom neuen XCeed. Die „Sporty Crossover“ sind der Trend für die Zukunft – wie sie die Auguren von Kia ausgemacht haben wollen.

XCeed, was ist das? Wie der Name vermuten lässt, gehört er zur großen Ceed-Familie. Optisch wirkt der XCeed überaus eigenständig, länger und flacher als ein SUV – gleichzeitig aber höher als der Ceed Kombi oder der Shooting Brake namens Proceed. Die Front spricht zwar eine klare Sprache und hier gibt sich der Kia als Ceed zu erkennen, sie ist aber um 65 mm höher als der Ceed Fünftürer. Der XCeed hat eine Bodenfreiheit von 184 mm und das ist für den einen oder anderen forderenden Feldweg durchaus hilfreich. Offroader ist der XCeed aber keiner, Unterfahrschutz hin oder her, und Allradantrieb ist auch nicht im Angebot.

Was den Xceed – erwarungsgemäß – ausmacht, ist die leicht erhöhte Sitzposition. Platz hat man auch genug. Sowohl vorne als auch hinten sitzt man bequem, das Kofferraumvolumen liegt zwischen 426 und 1378 Litern. Je nach Ausstattung gibts auch eine im Verhältnis 40:20:40 klappbare Rücksitzlehne. Kehrseite der Medaille: Durch die neue Höhe ist auch die Ladekante beim XCeed relativ weit oben.

Am Fahrverhalten des Ceed gibt es nichts auszusetzen, die Lenkung arbeitet exakt genug und die Federung schluckt Bodenunebenheiten anstandslos und macht den XCeed zu einem rundum komfortablen Auto. Kia bietet den XCeed mit drei Benzinern (115, 140 und 204 PS) und einem Diesel (136 PS) an.

Auch PHEV

Zudem wird es ab Anfang 2020 auch eine Plug-in-Hybrid-Variante geben (übrigens auch für den Ceed SW). Wir sind den XCeed mit dem bewährten 136-PS-Diesel gefahren. Der passt auch in den XCeed, klingt manierlich und harmoniert – wenn man das bestellt – sehr fein mit dem 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe.

Im Cockpit wird sich jeder Kia-Fahrer sofort zurecht finden. Erstmals kommt das volldigitale Kombiinstrument von Kia (mit 12,3 Zoll großem Bildschirm) für Tacho, Drehzahlmesser, Bordcomputer, Navi etc. im Display vor dem Fahrer.

Zudem wird der Kia XCeed, aber nicht nur der, das neue System Kia UVO bekommen, eine App mittels der der Besitzer über Befindlichkeiten des Autos auf dem Laufenden bleibt oder Routen ans Navi senden kann (in Österreich ab Anfang 2020 verfügbar).

Die Preise beginnen bei € 21.790,– für den XCeed 1,0 T-GDI mit Titan-Ausstattung, der Diesel kostet ab € 24.290,–. Der offizielle Marktstart erfolgt mit Ende dieser Woche.