MG Marvel X

© Andrusio Michael

News
02/13/2020

Geschichte und Zukunft von MG

Wie „Morris Garages“ chinesisch wurde und was demnächst noch kommt

Anno 1923 wurde MG als „Morris Garages“ in Oxford gegründet. Bald waren kleine, einfache Sportwagen, wie der so genannte Midget, das Spezialgebiet der Briten. Vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg blühte die Firma, die mittlerweile nach Abington übersiedelt war, regelrecht auf. Mit Erfolgen im Motorsport und Modellen wie dem MGA und später dem MGB, letzterer wurde von 1962 bis 1979 gebaut, machten sich die Briten auch international einen Namen.

In den 80er Jahren wurde die Bezeichnung MG nur für sportliche Varianten des British Leyland Konzerns verwendet – bis man 1992 mit dem MG RV8, einem Roadster nach klassischem Muster, ein Comeback anstrebte. Nachdem Rover und damit auch MG 1994 von BMW übernommen wurde, brachte man den kleinen Mittelmotor-Roadster MGF heraus, der auch bei den Kunden gut ankam. 2000 kam die Trennung von BMW und statt neuer Modelle gab es wieder nur MG-Versionen bestehender Rover-Fahrzeuge. 2005 musste die MG Rover Group schließlich Konkurs anmelden. Noch im selben Jahr erhielt die chinesische Nanjing Automobile Group den Zuschlag vom Insolvenzverwalter, die MG Rover Group zu übernehmen. Nanjing wurde kurz darauf Teil von SAIC Motors und SAIC produziert seither in China Fahrzeuge mit dem MG-Emblem. Nach Europa kommen freilich nur MG-Fahrzeuge mit Elektroantrieb. In Österreich ist der MG über Frey e-motion zu haben und nach dem ZS EV kommt voraussichtlich Ende des Jahres als nächstes der Marvel X von MG.

Derzeit hat Frey e-motion drei Standorte in Österreich, zwei in Wien und einen in Salzburg. Für 2020 rechnet man mit einem weiteren Zuwachs des Elektroauto-Segments und 14.000 bis 15.000 E-Fahrzeug-verkäufen. Man plant bereits für heuer, eine „vierstellige“ Zahl an MG ZS EV bei uns zu verkaufen.

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