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30.01.2017

Hyundai i30: Nur wer sich ändert, bleibt sich treu

Erwachsen gewordene Kompaktlimousine mit hoher Verarbeitungsqualität.

Neuheiten im Kompakt-Segment, das ja nicht zu Unrecht Golf-Klasse genannt wird, werfen jedes Mal die Frage auf, ob der Zuwachs tatsächlich ein talentierter, ergo ernst zu nehmender Golf-Schläger ist – oder nur ein weiterer Rivale unter vielen. Ersteres trifft auf den umfassend erneuerten und ab jetzt, Ende Jänner, lieferbaren Hyundai i30 zu. Auch wenn den Hyundai-Leuten klar sein muss, dass auch sie den jahrzehntelangen Dauerbestseller aus Wolfsburg nicht von der Spitze der Neuzulassungen werden verdrängen können: Lag bei uns im Vorjahr der Golfabsatz bei 15.777 Stück, so rangiert jener des i30 bei vergleichsweise schlanken 2015 Einheiten. Ein ähnlich eindeutiges Bild zeigt sich bei den ’16er-Gesamtzulassungen – VW: 56.529, Hyundai: 16.763.

Das soll den Aufstieg des koreanischen Autogiganten, der 1967 gegründet wurde, heute aber bereits nach Toyota, VW, GM und Renault/Nissan Rang fünf unter den weltgrößten Herstellern einnimmt, in keiner Weise schmälern. Im Gegenteil: Die Kampfansage Hyundais bei der internationalen i30-Fahrpräsentation ("wir wollen bis 2021 die asiatische Nummer 1 in Europa werden") müsste der Konkurrenz den kalten Angstschweiß auf die Stirn treiben. Wer die Entschlossenheit fernöstlicher Automanager kennt, weiß, dass das keine hohlen Worte sind.

Assistenzsysteme

Waren die früheren Autos aus Seoul hinsichtlich Technik und Design eher zurückhalten konzipiert, so hat sich Hyundai in bemerkenswerter Rasanz zu einem Anbieter mit hoher Innovationskompetenz entwickelt. Auch, was das Angebot an Assistenzsystemen betrifft – und so glänzt die neue Kompaktlimousine schon im Basismodell Life mit üppiger Ausstattung, zu der Lichtsensor, Fernlicht- und Spurhalteassistent samt Lenkeingriff, Rückfahrkamera, Berganfahrhilfe, Müdigkeitswarner sowie eine City-Notbremsfunktion gehören. Bei den höheren Ausstattungsebenen kommen noch etliche Assi-Systeme dazu, die schließlich in der Top-Linie Style gipfeln, die über Navi, induktives Laden des Smartphones, Abstandsregeltempomat, Toter-Winkel-Assistent, Querverkehrswarner beim Ausparken, Apple Car Play, Android Auto und Verkehsrszeichenerkennung verfügt. So viel an Konnektivität und elektronischen Helfern bietet derzeit kein anderes Auto in der Kompaktklasse.

Dezentes Blechkleid

Der i30 ist jenes Modell, das den Kern der Marke in Europa repräsentiert. Da muss auch das Styling passen, schließlich ist Design heute eines der zentralen Verkaufsargumente. Obwohl umfassend überarbeitet, bleibt aber auch der neue i30 trotz flächig gestalteter Flanken, scharf geschnittener Scheinwerfer, vertikalem Tagfahrlicht, schwarzem Dachkantenspoiler und Sechskant-Grill seiner bisherigen – eher konservativen – Linie treu und bei einem eher unauffälligen Auftritt. Das ist an sich ja nichts Übles, VW macht das schließlich mit dem Golf seit Jahrzehnten so.

Als Basismotor dient der schon bisher angebotene 1,4-Liter-Saug-Benziner mit 100 PS, neu hingegen sind die beiden Direkteinspritzer-Turbo: Der 1,0-3-Zylinder leistet 120 PS, der bissl größere 1400er-4-Zylinder 140 PS. Dieselseitig steht ein direkteinspritzender 1,6-Liter-4-Zylinder-Turbo in drei Leistungsstufen, nämlich mit 95, 110 und 136 PS zur Wahl.

Erste Fahreindrücke am Steuer des i30 offenbaren eine hohe Verarbeitungsqualität, präzise, guten Straßenkontakt vermittelnde Lenkung, guten Federungskomfort und leise und diskret im Hintergrund arbeitende Antriebsquellen.

Der Eintritt in die i30-Welt liegt bei den Benzinern bei € 17.990,–, der günstigste Diesel kostet € 19.990,–. Obligatorisch: 5-Jahres-Garantie ohne Kilometerbegrenzung.