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Jaguar
05/16/2014

Eine Geschichte, die nach 51 Jahren zu Ende geschrieben wird

Warum Jaguar nun wieder den legendären E-Type baut.

von Michael Andrusio

Für Freunde klassischer Fahrzeuge könnte es wohl kaum eine schönere Nachricht geben. Nach 51 Jahren nimmt Jaguar die Produktion des lightweight E-type wieder auf. Tatsächlich hatte Jaguar 1963 damit begonnen, eine Leichtgewichtsversion des E-Type zu produzieren – geplant hat man 18 Stück, es wurden aber nur 12 hergestellt.

Jetzt werden die sechs noch ausständigen Exemplare nachgereicht, inklusive der seit damals reservierten Chassis-Nummern. Die lightweigt E-Types werden exakt nach den Spezifikationen von 1963 hergestellt, also mit Aluminium-Monocoque, Alu-Außenhaut und auch der Motorblock des 3,8-l-Sechszylinders ist (wie beim historischen Vorbild) aus Leichtmetall. Wenig überraschend, dass die Arbeit von Spezialisten in Handarbeit erfolgt.

Gemacht für Autorennen

Der lightweight E-Type entstand Anfang der 60er Jahre, um bei Rennen wie beispielsweise in Sebring, LeMans oder auf dem Nürburgring eingesetzt zu werden; tatsächlich waren es auch Piloten wie Graham Hill oder Jackie Stewart, die ins Cockpit des Renn-Jaguars kletterten. Im Vergleich zum normalen E-Type konnte durch die Verwendung von Aluminium und einem spartanischer eingerichteten Cockpit das Gewicht um rund 114 kg reduziert werden, gleichzeitig stieg die Leistung des Reihensechszylinders von 265 auf über 290 PS.

Von den ursprünglich gebauten 12 Exemplaren soll, so Jaguar, nur eines verloren gegangen sein. Dass um die nun folgenden sechs ein entsprechendes G'riss herrschen wird, kann man sich leicht ausmalen. Jaguar wird, wenn es um die Vergabe geht, etablierte Jaguar-Sammler mit Sinn für historische Rennfahrzeuge als Kunden bevorzugen. Ein gut gefülltes Portemonnaie ist sowieso Voraussetzung.

Der erste „neue” Jaguar lightweight E-Type soll im Spätsommer fertig sein.