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News
05/10/2012

Langparkzone

Parkgebühren dienen in Wien vor allem als Mittel zur Budgetsanierung.

von Horst Bauer

Die Luft wird besser und jeder findet einen Parkplatz dort, wo er ihn gerade braucht.

Wer den Verlautbarungen der Stadt Wien zu den Vorteilen der Ausweitung der Parkpickerlzonen lauscht, wähnt sich knapp vor dem urbanen Paradies. Ab Oktober wird alles gut, und die Einpendler-Horde, die nicht mit dem Zug kommt – oder vielmehr gerne würde, aber nicht kann –, wird nicht mehr die Parkplätze der Stadtbewohner kapern können.

Zumindest nicht, ohne dafür zu zahlen.

Und das in Hinkunft womöglich im Dreistundentakt und am besten mit dem Handy, dann kann die Aufenthaltszeit in der sogenannten Kurzparkzone gleich nahtlos verlängert werden.

Dass man in Kurzparkzonen einmal nur eineinhalb Stunden parken konnte und dann den Platz verlassen musste, um ihn für andere Kunden von naheliegenden Geschäften, Lokalen oder Behörden freizumachen, ist in Wien ohnehin schon lange in Vergessenheit geraten. Die Verlängerung auf zwei Stunden legale Parkzeit war dann nur ein Adaptieren an die reale Situation seit der Einführung des "Handy-Parkens". Man verlängerte einfach aus der Ferne die Parkzeit ohne Zettelwirtschaft und der Stadt war’s offensichtlich egal, solange weitergezahlt wurde.

Mit dem angedachten Dreistundentakt passt man sich weiter an die reale, wenn auch nicht ganz legale Praxis auf den Straßen an. So lange Geld in die Stadtkasse fließt, werden alle Augen zugedrückt.

Und das mit der Luft und den freien Parkplätzen für die Anrainer füllt halt weiter die Werbeschriften.

horst.bauer(at)kurier.at

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