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03.06.2013

Lexus macht den IS optisch sportlicher

Lexus IS 300h: Die dritte Generation des Premium-Japaners kommt mit Hybrid- Antrieb – und verzichtet auf den Dieselmotor.

Die Lücke ist geschlossen. Seit auch der kleine Bruder CT200h so etwas unter der Haube hatte, war es für die IS-Baureihe der Toyota-Nobel-Linie auch Lexus höchste Zeit.

Mit der vollkommen neu entwickelten dritten Generation des auf Audi A4 und Mercedes C-Klasse angesetzten Lexus IS haben die Japaner jetzt auch hier ihren Hybrid-Antrieb im Angebot.

Hatte man beim Vorgängermodell (auf Drängen vieler europäischer Märkte) noch versucht, mit gleich zwei Diesel-Motorisierungen der harten europäischen Konkurrenz Paroli zu bieten, so besinnt man sich nun auf die eigenen Stärken. Und die liegen nun einmal bei der Kombination von Benzin- und Elektromotor.

Im vorliegenden Fall werden ein 2,5-l-Vierzylinder mit 181 PS und ein E-Motor mit 143 PS Leistung zusammengespannt und von einer der bewährten Nickel-Metall-Hydrid-Batterien mit Strom versorgt (die Lithium-Ionen-Akkus bleiben dem Toyota Prius in der Plug-in-Version vorbehalten).

Überzeugt, damit den Nerv der angestammten Kundschaft zu treffen, versuchen die Japaner aber darüber hinaus auch neue Freunde zu finden. Und dies soll über optisch vermittelte Sportlichkeit funktionieren. So setzt man stark auf das F-Sport genannte Spitzenmodell der Reihe, das neben aggressiverem Design auch im Hinblick auf Fahrwerks- und Motorabstimmung sportlichere Wege geht.

Theorie und Praxis

Was in der Marketing-Theorie toll klingt, muss aber in der Fahrpraxis nicht unbedingt ganz so sein. Nicht, dass der über einen um 70 mm längeren Radstand und eine neu konstruierte Hinterachse verfügende IS der 3. Generation mit seinen insgesamt 223 PS nicht flott zu fahren wäre. Aber man sollte sich ob all der optisch demonstrierten Sportlichkeit keine falschen Vorstellungen machen. Die bis zu 2130 Kilo, die der IS 300h auf die Waage bringen kann, lassen sich im Fahrbetrieb eben nicht verleugnen. Und auch das stufenlose ECVT-Getriebe (wenn auch mit 6 virtuellen, via Schaltpaddels am Lenkrad anwählbaren Gängen programmiert) tut sich bauartbedingt schwer, der optischen Sportlichkeit gerecht zu werden. Da hilft es auch nicht, dass synthetische Motorengeräusche via Lautsprecher ins Cockpit gespielt werden (auch wenn gerade der E-Motor alleine Dienst versieht).

Seine wahren Stärken spielt der IS 300h vielmehr dort aus, wo souveränes Gleiten gefragt ist und er jenen Komfort und jene Ruhe im Passagierabteil bietet, für die Lexus zu Recht bekannt ist. Bei dieser Gangart stehen auch die Chancen wesentlich besser, die Vorteile des Hybrid-Konzeptes an der Tankstelle zu spüren. Der Normverbrauch von nur 4,3 l Benzin für 100 Kilometer wird zwar in der Praxis nicht erreichbar sein, aber Schnitte auf gutem Diesel-Niveau sind da allemal drin. Bei hohem Stadtverkehrsanteil und sanftem Gasfuß auch darunter.

Der Lexus IS 300h ist bei uns ab Ende Juni bei den Händlern verfügbar. Einstiegspreis: Ab € 36.900.–.

Für Hybrid-Verweigerer steht auch der IS 250 mit dem bekannte V6-Benziner mit 208 PS und 6-Gang-Automatik ab € 38.900,– zur Wahl.

Der neue Lexus IS