News 05.12.2011

Modena Motorsport verkauft Ferrari-Prototyp

Modena Motorsport verkauft Ferrari-Prototyp
© Modena Motorsport

Bei dem Einzelstück handelt es sich um einen geheimen Ferrari-Testwagen. Im "Muletto M3" wurde die Technik des legendären Ferrari Enzo aus Maranello erprobt.

Es passiert nicht oft, dass ein Testwagen von Ferrari den Besitzer wechselt und die Werkshallen von Maranello verlässt. Bei dem Classic Driver-Händler "Modena Motorsports" steht jetzt jedoch ein sogenannter "Muletto", so werden die Versuchswagen mit denen Ferrari die Technik neuer Modelle erprobt, zum Verkauf.

Beim ersten kurzen Blick wirkt der Prototyp mit der Chassis-Nummer M3 wie eine gestreckte Version eines Ferrari 348, dessen Hinterteil mit dem Heck eines 355er-Modells verkleidet ist.

Exklusive Formel-1-Gene

1294140909.jpg
© Modena Motorsport

Lässt man die optische Verwirrung aus dem Spiel und konzentriert sich auf die entwicklungstechnischen Fakten, dann ist der im Jahr 2000 gefertigte "Muletto" der legitime Vorgänger des legendären Ferrari Enzo. In der Karroserie des "M3" wurde nämlich der mächtige V12-Antrieb des Supersportlers entwickelt, der 30 PS mehr Leistung lieferte als der spätere Serienmotor. Beim Motor des Prototyps handelt es sich nämlich um eine modifizierte Version des Formel-1-Motors "F 140 A", der im Jahre 1991 bei einigen Grand Prix Rennen verwendet wurde. Im 1.365 Kilogramm schweren Prototypen arbeiten also 680 PS, die über ein Sechsganggetriebe an die Pneus verteilt werden. Geschaltet wird per Paddels am Lenkrad.

12941407583.jpg
© Modena Motorsport

Modena Motosport hat den "Muletto M3" direkt ab Werk in Maranello gekauft und bestätigt dessen Echtheit mit einem Zertifikat. Der "M3" ist demnach der einzige Erprobungswagen, der die italienische Fabrik verlassen hat.

Diese Exklusivität hat freilich ihren Preis: Rund 750.000 Euro - rund 90.000 mehr als für den Serien-Enzo - will der Händler dafür haben.

Mehr zum Thema

  • Hauptartikel

  • Bilder

(KURIER.at) Erstellt am 05.12.2011