News 11/23/2012

Ohne E-Fahrzeuge sind die Umweltziele unerreichbar

Ohne E-Fahrzeuge sind die Umweltziele unerreichbar
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Lärm- und Abgasreduktion: Was alternativ betriebene Autos bringen. Warum Feinstaub mit E-Autos steigt.

Im Gegensatz zu üblichen Studien bewertet diese auch die Auswirkungen künftiger alternativer Fahrzeuge auf den Ausstoß von Schadstoffen und (Energieverbrauch). Es geht um den Zeitraum 2010 bis 2020.
Dabei zeigt sich, dass es bei einer Gesamtbilanz (samt Energieerzeugung) in allen berücksichtigten Bereichen ( , Stickoxide, Energieverbrauch) zu einem Rückgang kommt, außer bei den Partikeln.
Mehr E-Autos und der damit verbundene höhere Stromverbrauch erhöhen laut Studienautoren auch beim heimischen Strompark mit 67 % des Stroms aus erneuerbaren Quellen den Partikel-Ausstoß. Vor allem der Abbau von Quarz für Silizium-Solarzellen (Fotovoltaik) verursache sehr hohe Partikel-Emissionen. Abhelfen könnten Dünnschichtsolarzellen.
Geht’s um die Verbrauchs- und Abgaswerte im Fahrbetrieb ohne Energieerzeugung, ergeben sich für 2010 bis 2020 folgende Werte bei der Maximalvariante mit einem prognostizierten Bestand von 470.000 Pkw mit alternativem Antrieb bis 2020 im Vergleich zum Ausstoß im Jahr 2010. Bei der Minimalvariante (310.000 „alternative“ Pkw) sind sie entsprechend niedriger:
: minus 227.000 t/Jahr (ca. 2 % des -Gesamtausstoßes von Österreich)
NOx (Stickoxide): minus 1200 t/Jahr (ca. 4 % der NOx-Emissionen Österreichs)
Energieverbrauch: minus 1 %
Partikel (PM): minus 0,2 %.
Beim Lärm errechnen die Autoren für Innenstädte, die komplett für Autos mit Verbrennungsmotoren gesperrt würden, also ausschließlich für E-Fahrzeuge offen sind, eine Lärmreduktion von 2 bis 3 Dezibel (dB). Allerdings wird die EU aus Sicherheitsgründen ein Mindestgeräusch von E-Fahrzeugen festlegen. Zum Vergleich: Eine Verringerung der Lärmimmission um 1 dB entspricht minus 20 % Verkehr.
Auch wenn viele meinen, dass der E-Hype vorbei ist, einen Durchhänger sieht Günther Lichtblau vom Umweltbundesamt
nicht. Es sei gut, wenn das Thema nicht mehr so „überhitzt“ sei. E-Mobilität sei inzwischen eindeutig aus der Öko-Nische herausgewachsen. „Ohne E-Fahrzeuge sind die Umweltziele unerreichbar.“ Das wüssten auch die Autohersteller. Lichtblau und Kollegen haben bereits 2009 mit Prognosen bis 2020 Gespür bewiesen. Mit 1346 E-Autos wurde schon heuer der für 2013 prognostizierte Bestand erreicht.

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(Kurier) Erstellt am 11/23/2012