News 28.03.2012

Opel Insignia Ecotec: Flott, aber nicht explosiv

Opel Insignia Ecotec: Flott, aber nicht explosiv
© Hersteller / Opel

Opel folgt dem neuen, angesagten Trend zum Downsizing und ersetzt den alten 1,8-Liter-Saugmotor durch ein neues 1,4-Turbo-Aggregat.

Opel füllt die Lücke im Insignia-Motorenprogramm: Neu im Antriebssortiment ist ein 140 PS leistender 1,4-Liter-Turbo-Benziner, der den bisher verwendeten, gleich starken, aber in die Jahre gekommenen und brustschwachen 1,8-Liter-Saugmotor ablöst. An der Basis werkt weiterhin ein 1600er mit 116 PS, darüber rangiert ein aufgeladener 1,6 Liter mit 179 PS.

Alles überschaubar angerichtet: Cockpit im Opel,
© Hersteller / Opel

Der neue kleine Vierzylinder ist also ziemlich genau in der Mitte angesiedelt, was insofern Sinn hat, weil vielen Insignia-Interessenten 116 PS möglicherweise um etliches zu wenig, 179 PS dagegen eindeutig zu viel sein werden. Ganz abgesehen vom Anschaffungspreis, vom Verbrauch und der jährlicher Steuer.

Das Aggregat gehört zu den neuen, sparsamen und größenreduzierten Triebwerken. Der im deutschen Bundesland Hessen ansässige Hersteller folgt also dem klassischen Prinzip des Downsizings. Dabei geht’s, vereinfacht gesagt, um hubraumkleine Motoren, die mittels Turbolader auf Trab gebracht werden.

Das funktioniert ganz ordentlich: Die 140 PS schieben den Insignia flott, aber nicht explosiv voran – dabei ist der Motor stets akustisch präsent, ohne aber bei höherem Tempo durch störende Arbeitsgeräusche zu nerven.

Der Vierzylinder verlangt allerdings nach Drehzahl: Ambitioniertes beschleunigen auf ansteigenden Autobahnabschnitten oder beim Überholen ist mit eifriger Schaltarbeit im 6-Gang-Getriebe verbunden, satten Durchzug aus dem Drehmomentkeller, mittlerweile geschätzte Eigenschaft von Turbomotoren, offeriert der kleine Insignia-Motor nämlich nicht.

Verbrauch

Opel Insignia Ectotec mit 1,4 Liter Turbomotor
© Hersteller / Opel

Dafür erfreut das Triebwerk mit einem Verbrauch, der mit dem genormten EU-Zyklus zwar nichts zu tun hat – der liegt bei 5,7 Liter/100 Kilometer – aber mit knapp unter acht Liter immer noch bescheiden ist und deshalb keinen Grund zur Klage liefert.

Fährt der Insignia-Pilot streng nach Schaltempfehlung, sind locker sogar auch Verbrauchswerte um die 5 Liter drinnen – ohne zum rollenden Verkehrshindernis zu werden.

(Kurier) Erstellt am 28.03.2012