ssangyong xlv

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Vorstellung
06/05/2016

SsangYong XLV: Licht am Ende des Tunnels

Gut ausgestattete Langversion des Tivoli zu konkurrenzfähigen Preisen.

von Ad Raufer

Denkt man an koreanische Automobilhersteller, kommen selbst bei Menschen, die nicht viel von Autos verstehen, ziemlich bald die großen Marken Hyundai und Kia ins Spiel.

An SsangYong denken da meist nur Experten, spielt doch der drittgrößte auf der koreanischen Halbinsel ansässige Autoproduzent – zumindest bei uns – nur eine Außenseiterrolle.

Der 1954 in Seoul gegründete, seit dem Jahr 2011 mehrheitlich dem indischen Großkonzern Mahindra gehörende Erzeuger notiert mit im Vorjahr 33 verkauften Neuwagen bei einem Marktanteil von 0,01 Prozent, findet sich somit im Niemandsland der Zulassungen, noch hinter der Rubrik "Sonstige". Heuer schaut’s bereits ein bissl besser aus, belegt doch die Verkaufsstatistik immerhin 61 Auslieferungen. Obwohl da nach wie vor viel Luft nach oben ist, scheint das Ende des Tunnels also erreicht zu sein.

Im Bestreben, Boden gutzumachen, bringt der hier grob unterschätzte Hersteller jetzt die – nach Korando, Rexton, Rodius und Tivoli – fünfte Modellreihe, den XLV, auf den Markt. XLV ist ein Akronym für Exciting Lifestyle Vehicle und das wiederum ist die Langversion des Kompakt-SUV Tivoli.

Bei unverändertem Radstand von 2,60 Metern ist der große SsangYong 4,40 Meter lang, wobei der Zuwachs von rund 24 Zentimetern zur Gänze dem Kofferraumvolumen zugute kommt, das 720 Liter bei aufrecht stehenden Rücksitzen beträgt. Wird das im Verhältnis ein Drittel zu zwei Drittel umlegbare hintere Gestühl flachgelegt, steigt das Ladevolumen auf 1294 Liter.

Am Design orientiert sich der XLV weitgehend am Tivoli, lediglich die seitliche Fensterfront erhält ein drittes Fenster zwischen hinterer Tür und C-Säule.

Zwei Motoren

Für den Vortrieb zuständig sind zwei bekannte 1,6-Liter-Direkteinspritzer-Motoren. Der e-XGi-160-Benziner leistet 128 PS, der e-XDi-160-Diesel bringt’s auf 115 PS. Beide Triebwerke erfüllen die gültige Abgasnorm Euro 6, die Kraftübertragung übernimmt entweder ein 6-Gang-Schaltgetriebe oder eine (vom japanischen Zulieferer Aisin stammende) 6-Gang-Automatik.

Der XLV ist nach Wunsch und Anforderungsprofil sowohl mit Front-, als auch mit Allradantrieb zu haben, die Kraftverteilung erfolgt elektronisch und schwankt je nach Straßenzustand zwischen 100:0 (vorn:hinten) und 50:50 in der 4-WD-Lock-Stellung.

Keine wirkliche Überraschung ist die Tatsache, dass der neue SsangYong unglaublich reichhaltig ausgestattet ist. Der serienmäßige Lieferumfang (der insgesamt sechs Ausstattungslinien) umfasst alles, was gut, aber eben nicht teuer zu sein hat. Womit wir bei den Preisen sind: Los geht’s bei € 17.790,– für den frontgetriebenen Benziner, die günstigste 2WD-Dieselvariante kommt auf € 18.590,–. Der billigste Allrad-Selbstzünder kostet € 24.290,–, der Einstiegspreis für den 4WD-Benziner liegt bei € 25.390,–.

Verkaufsstart: Ab Anfang kommender Woche.