News 19.12.2012

Suzuki: Jetzt wird in die Hände gespuckt

Suzuki: Jetzt wird in die Hände gespuckt
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Jimny und Grand Vitara starten frisch gestylt, aber so robust wie immer, ins neue Jahr.

Was der „G“ von Mercedes bei den Großen, ist der Jimny von Suzuki bei den Kleinen: Ein echter Geländewagen, robust, kernig, unprätentiös. Auch nach dem Facelift bleibt der wendige kleine Suzuki idealer Gefährte auf schmalen, schlechten Wegen im Gelände, wie Ausflüge durchs kroatische Gebirge zeigten. Neu gestaltet wurden Motorhaube, Kühlergrill, Frontstoßfänger. Es gibt zwei Ausstattungslinien und eine neue Farbe. Der Preis bleibt mit ab € 14.790,– unverändert.

Der 3785 mm lange dreitürige Hecktriebler verfügt über einen zuschaltbaren Allradantrieb, eine Geländeuntersetzung, Kastenrahmen und zwei Starrachsen. Steigungen bis 30 Grad sind für ihn kein Problem. Vorteilhaft dafür ist der Saugmotor, ein 1,3-l-Benziner mit 85 PS und 110 Nm, der bessere Anfahrtugenden im steilen Gelände zeigt als moderne Turbo-Downsizing-Aggregate. Der Benziner ist mit einem Fünfgang-Schaltgetriebe oder einer Viergang-Automatik zu kombinieren. Beim Handschalter liegt der Verbrauch im Normschnitt bei 7,1 l/100 km, die 0 auf 100 schafft er in 14,1 sec, die Spitze liegt bei 140 km/h. Die Anhängelast beträgt gebremst 1300 kg, ungebremst 350 kg, das Ladevolumen 113 bis 816 l.

Auch der Grand Vitara, der in der dritten Generation 2005 startete, erhält ein Facelift, ebenfalls erkennbar an geänderter Stoßstange und neuem Kühlergrill. Dazu kommen neue Farben, neue Innenverkleidungen und Sitzbezüge. In der Topversion wurde das bisherige Navi durch ein Touchscreen-Navi mit Rückfahrkamera ersetzt.

Gleich geblieben ist die Motorisierung (zwei Benziner mit 106 bzw. 169 PS, ein Diesel mit 129 PS), die mit Fünfgang-Handschalter oder Viergang-Automatik zu kaufen sind. Alle Modelle haben permanenten Allradantrieb, zudem – außer der Einstiegsbenziner – ein Sperrdifferenzial und eine Geländereduktion. Die Basis-Momentenverteilung ist 47 % vorne und 53 % hinten. Der Grand Vitara hat einen Kastenrahmen und Einzelradaufhängung. Der Laderaum reicht von 185 bis 965 l.

Preise: ab € 23.790,– für den Dreitürer und ab € 27.290,– für den Fünftürer.

Fünf Neuheiten bis 2016

2013 startet Suzuki eine große Marktoffensive in Europa, so der zuständige Leiter Takanori Suzuki. Jedes Jahr wird ein neues Modell eingeführt, vom Kleinwagen bis zum SUV (Sport Utility Vehicle).

2016 soll die Modellpalette komplett sein. Dann will Suzuki in Europa wieder 300.000 Pkw verkaufen. Kein Vergleich zu Indien, wo Suzuki mit mehr als 1 Mio. Pkw und 40 % Marktanteil dominiert, aber mehr als zuletzt in Europa mit 225.000 Pkw (2011). Zudem sollen mehr Suzuki in Europa, im ungarischen Werk in Esztergom, gebaut werden. Damit soll der Preisnachteil durch dem ungünstigen Kurs des Yen zum Euro entschärft werden. Suzuki: „Wir müssen auch mit Kleinwagen Geld verdienen.“ Suzuki habe keine großen Limousinen, mit deren Profit der Verkauf von Kleinwagen unterstützt werden kann wie bei deutschen Herstellern. Derzeit werden in Ungarn 155.000 Suzuki mit 3000 Mitarbeiter gefertigt, 220.000 Pkw sind derzeit maximal möglich.

Als Erstes kommt Ende 2013 das Crossover-Modell S-Cross, das als Studie auf dem Autosalon in Paris gezeigt wurde und in Genf Weltpremiere haben wird. Der 4,3 m lange S-Cross richtet sich vor allem an junge Familien.

Suzuki S-Cross als Studie, das Serienmodell startet 2013
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Länger warten müssen Hybridfans. Laut Europa-Chef Suzuki sind Vollhybrid und Plug-in-Hybrid erst 2015 bis 2020 geplant.

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(Kurier) Erstellt am 19.12.2012