News 05.12.2011

Toyotas Fenster zur Welt ist ein Touchscreen

Toyotas Fenster zur Welt ist ein Touchscreen
© Screenshot / Youtube

Toyota hat gemeinsam mit dem Kopenhagener Institute of Interaction Design (CIID) ein interaktives Seitenfenster entwickelt. Es erkennt Bauwerke, Bäume und Tiere, dient als Zeichenbrett und Fernglas. Mit Video.

Wer im Auto hinten sitzen darf, ist bekanntlich wichtig. Und Kinder, Geschäftsmänner sowie VIPs wollen unterhalten werden. Toyota hat für diesen Zweck nun mit dem Kopenhagener Institute of Interaction Design (CIID) ein interaktives Seitenfenster entwickelt.

Interaktives Seitenfenster?

Das Fenster funktioniert als Zeichenbrett und Fernglas. Außerdem benennt es Sehenswürdigkeiten und andere Objekte in der Umgebung.
© Screenshot / Youtube

Was sich eigenartig anhört ist in Wahrheit ein transparenter Touchscreen. Das "Window to the World" (Anm.: Fenster zur Welt) sieht aus wie eine normale Glasscheibe. Wie gewohnt blickt man seitlich auf die vorbeiziehende Landschaft. Wem die zu unspektakulär ist, der berührt das Display. Mit den Fingern kann man Dinge auf den Monitor zeichnen. Gut, das kann man auf beschlagenen Scheiben auch, aber dort setzen sich die Bilder nach dem Malen nicht in Bewegung. Je nach Geschwindigkeit wandern die Zeichnungen langsam oder schnell aus dem Monitor.

Das Fenster zur Welt ist aber mehr als ein magnetisches Zeichenbrett für Kinder: Es funktioniert auch als Fernglas. Wie beim Zoomen am Handy lassen sich Ausschnitte der vorbeiziehenden Landschaft per Fingerbewegung vergrößern. Möglich wird das durch eine seitlich am Fahrzeug installierte Kamera, die auch die Entfernung zu Objekten messen kann.
In Kombination mit der Software erfährt man dann auch noch ob man auf eine Eiche, Pappel, eine Kirche, Schafe oder Pferde blickt und ob man gerade am Wiener Stephansdom oder am Kolosseum in Rom vorbeifährt. Quasi: computergestützte Erweiterung der Realität. Neudeutsch: augmented reality.

Auch wenn es sich bisher um nicht mehr als eine schöne Spielerei handelt, die Technik könnte zukünftig den Passagieren in den Fahrzeugen von Toyota und seiner Tochter Lexus die Zeit vertreiben.

(KURIER.at) Erstellt am 05.12.2011