News 16.03.2012

VW Beetle: Die Quadratur der Kugel

VW Beetle: Die Quadratur der Kugel
© Hersteller / VW

Die Neuauflage des Retro-Käfers erweist sich als erwachsener und weniger verspielt – ein bisschen zumindest.

VW bezeichnet den neuen Beetle als The 21st Century Beetle. Soll sein. Sonst sagt man aber nun einfach Beetle. Sich auf einen neuen Namen zu einigen, ist das eine, aber eine Neuauflage von einem Auto, das sich dem Retrolook verschrieben hat, zu bringen, ist was anderes. Die VW-Designer haben sich gekonnt aus der Affäre gezogen und so sieht der Beetle wie gehabt wie die Neuinterpretation des Käfers aus – aber eben anders. Und vor allem wirkt der Neue erwachsener und weniger verspielt.

VW Beetle: Die zweite Generation ist herber und ernsthafter geworden.
© Hersteller / VW

Dass es beim praktischen Nutzwert ein Plus gibt, sieht man dem Auto schon von außen an. Die längere Dachlinie verheißt mehr Platz im Innenraum und den findet man sowohl vorn als auch hinten. Wobei man hinten zwei Einzelsitze hat und man dort, so man keine Basketballermaße hat, gut sitzen kann. Auch der Einstieg nach hinten funktioniert weitgehend verrenkungsfrei. Es scheint, als ob VW die Quadratur der Kugel gelungen wäre. Ausreichend Stauraum gibt es im Kofferabteil, noch viel wichtiger ist freilich, dass die Laderaumöffnung breiter geworden ist und das Einladen einfacher fällt.

Keine Vase mehr

Kofferraum: Ins variable, ebene Fracht­abteil passen maximal 905 Liter.
© Hersteller / VW

Zu den Dingen, die unter weniger verspielt aufzulisten sind, gehört der Hinauswurf der Blumenvase. Zum Trost hat man die klassischen Schlaufen als Haltegriffe und in der Ausstattungslinie Design ein zusätzliches Handschuhfach. Sonst gibt sich der neue Beetle innen klar und sachlich, Bedienung und Ergonomie sind ohne Fehl und Tadel, ebenso die Verarbeitung. Dass in der Variante Design das sogenannte Dashboard in der entsprechenden Außenfarbe gehalten ist, muss man eben bei der Farbwahl ins Kalkül ziehen.

Cockpit: Übersichtliche Instrumente, mittig platzierter Tacho, gute Verarbeitung.
© Hersteller / VW

Basismotor ist ein 1,2-TSI-Benziner mit 105 PS. Das klingt nicht nach übermäßig Dynamik, aber der Turbolader sorgt für eine feine Kraftentfaltung und es ist eigentlich immer ausreichend Schmalz vorhanden. Das 6-Gang-Getriebe ist gut abgestuft und passt da gerade recht dazu. Stimmig ins Bild passen auch die exakte Lenkung und das Fahrwerk. So fährt sich der Beetle völlig unkompliziert, nur fürs Einparken ist die optional verfügbare elektronische Einparkhilfe sehr zweckdienlich, zumal das Heck des VW nur zu erahnen ist.

Der Beetle 1,2 TSI-Design kostet ab 20.300 Euro.

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(Kurier) Erstellt am 16.03.2012