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Fahrbericht
04/28/2013

VW Golf GTI: Evolution eines Erfolgskonzepts

Das neue Topmodell der Golf-Baureihe schlägt die Brücke zu Hochleistungssportwagen.

von Ad Raufer

Premiumreife Professionalität bis in den letzten Türspalt, Ausstrahlung, Muskeln, Spannung: Der GTI, dessen Markteinführung im Rahmen des traditionellen GTI-Treffens Anfang Mai in Kärnten anberaumt ist, spielt die Rolle des Kompakt-Heroen auf beeindruckende Art und Weise.

Erst recht in der mittlerweile 7. Generation. Die Insignien der Dynamik: Xenonlicht, tief heruntergezogener Frontspoiler mit riesigen Lufteinlässen in Wabendesign, vertikale Nebelscheinwerfer, je drei seitliche Aerodynamik-Lamellen, schreiend rote Bremssättel, rote Charakterleiste im Kühler, die sich jetzt quer über die gesamte Fahrzeugfront bis in die Scheinwerfer erstreckt. Das alles amalgamiert – zusammen mit der um 15 Millimeter tiefer gelegten Karosserie und der 225/45-er-Bereifung auf 17-Zoll-Felgen – zum Inbegriff des leistungsstarken Kompaktwagens: Nicht pubertär-halbstark, sondern, im Gegenteil, schlackenlos, angriffig, aber vollkommen allürenfrei.

Kraft, viel Kraft

Erstmals in der 37-jährigen GTI-Geschichte gibt’s das sportliche Topmodell in zwei Leistungsstufen, nämlich mit 220 PS und (wahlweise und gegen Aufpreis von grob gerechnet 1100 Euro) auch als Version namens Performance mit 230 PS. Vollkommen ausreichend – das haben erste Testkilometer am Steuer des neuen GTI bewiesen – und mit überlegener Spurtkraft gesegnet ist bereits das 220-PS-Modell, da ist alles vorhanden, was für souveräne Fahrleistungen und Elastizitätswerte nötig ist. Egal, mit welchem Gang der GTI-Pilot unterwegs ist, Kraft und Durchzug sind wegen des um 70 auf nunmehr 350 Newtonmeter (ab 1500 Touren) gestiegenen Drehmoments immer und überreichlich vorhanden.

Der Motor basiert auf der 3. Generation der 4-Zylinderbaureihe, wurde aber evolutionär weiterentwickelt. Der 2,0-Turbo-Benzindirekteinspritzer ist leichter, verfügt unter anderem über einen neuen Zylinderkopf und über variable Ventilsteuerzeiten. Das Aggregat ist gegenüber dem 210 PS starken Vorgängertriebwerk um 1,3 Liter respektive 18 % sparsamer, emittiert 139 Gramm CO2 pro Kilometer und erfüllt schon jetzt die künftige Euro-6-Norm.

Der GTI glänzt mit unglaublich leichtfüßig-zackigem Einlenkverhalten, ein Verdienst der neuen Progressiv-Lenkung, die sehr direkt übersetzt ist und mit nur zwei Lenkradumdrehungen auskommt.

Zu den Preisen: Die beginnen bei € 31.690,– (220 PS, 6-Gang-Getriebe), die der Performance-Version bei € 32.800,–.

6-Gang-DSG gibt’s für beide Versionen und kostet jeweils € 2400,– mehr.

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