© Werk

News
06/06/2012

Yamaha Xenter 125: Hübscher Neuzugang

Ein neuer, feiner Großradroller für flottes Wieseln in der City.

von Peter Schönlaub

Roller boomen, und doch hat die populäre 125er-Kategorie heuer wenig Neues zu bieten. Eine der wenigen Ausnahmen ist ein Großradroller von Yamaha: Der Xenter 125. Er ist in der preislichen Mittelklasse angesiedelt, hübsch designt und ansprechend verarbeitet.

Ohne die Welt neu zu erfinden leistet er in der Stadt brave Arbeit: Die Sitzposition ist kommod, das Fahrwerk polterfrei und äußerst komfortabel, und die großen 16-Zoll-Räder sorgen für Stabilität und Fahrsicherheit. Bemerkenswert gut gelungen ist die Verwindungssteifigkeit des Rahmens, bei Rollern mit freiem Durchstieg durchaus keine Selbstverständlichkeit. Ebenfalls ausgezeichnet: Das Kombi-Bremssystem – und das, obwohl hinten noch eine Trommelbremse zum Einsatz kommt.

Als angenehmer Geselle erweist sich der neu entwickelte Viertaktmotor. Mit 12,5 PS schwimmt man flott im Verkehr mit, dazu gefallen der sanfte Lauf, die geringe Geräuschkulisse, fehlende Vibrationen und die harmonische Interaktion mit dem stufenlosen Automatikgetriebe. Auch der Verbrauch fügt sich ins Bild des zeitgemäßen Antriebs: Gute drei Liter sind’s.

Platznot

Zwei Haken finden sich dennoch: Der erste ist nützlich und dient dem Arretieren einer Tasche oder eines Einkaufssackerls im Beinraum. Der zweite ist dann doch ein Nachteil: Der bei Großradrollern konzeptgemäß kleine Stauraum. An die Unterbringung eines Helms unter dem Sattel ist nicht zu denken, auch im Beinschild blieb kein Platz für befüllbare Räume. Nur im Bereich des Lenkkopfs gibt’s ein unversperrbares Fach für sehr kleine Utensilien, sagen wir: Münzen. Für Ausgleich ist dennoch gesorgt: Weil das Handicap bekannt ist, kommt der Xenter mit einem flotten, praktischen Topcase – und zwar ohne Aufpreis.