Tests
24.09.2018

VW up GTI im Test: Das ferne Echo des GTI von anno dazumal

VW sieht die GTI-Version des up im Windschatten des Ur-GTI – nicht zu Unrecht.

Es sind fünf PS mehr als im Ur-GTI. 110 hatte der erste GTI in den 70er Jahren, 115 hat der up als GTI anno 2018. Zugegeben, der erste Golf GTI hatte nur etwas mehr als 800 kg Lebendgewicht zu bewegen. Im neuen up GTI sind es aber auch noch überschaubare 1070 kg. Klingt nach Spaß – ist es auch. Diesbezüglich zeigt der kleine VW, dass man keine ausufernden PS-Zahlen braucht, wenn das Gewicht einigermaßen niedrig bleibt.

Dem up genügt ein 1,0-l-Dreizylinder mit einem Liter Hubraum und Turboaufladung. Der klingt durchaus nach drei Zylindern, dem kleinen GTI gestattet man den Sound aber gern und lässt ihn hier als sportlich durchgehen. So röhrt der Kleine schon beim Start ziemlich frech und sprintet beim Tritt aufs Gaspedal willig drauf los. Auf 100 km/h beschleunigt der up GTI in 8,8 Sekunden.

Vom Fahrverhalten her ist der up quirlig agil. Die Lenkung arbeitet exakt, ist aber nicht nervös und richtig ausgelegt für einen „Breitensportler“. Ähnliches gilt für die Fahrwerksabstimmung. Obwohl VW das Fahrwerk mittels größerer Spur, Tieferlegung und größeren Stabilisatoren auf mehr Sportlichkeit getrimmt hat, ist es aber nicht brettlhart geworden. Und an der Alltagstauglichkeit ist somit nichts auszusetzen (vor allem, wenn man die fünftürige Version des up nimmt). GTI-typisch sind die roten Zierleisten an der Front und heckseitig.

Karomuster

Die Sprache des GTI spricht der up auch im Inneren. Vor allem die Sitze mit Karomusterung passen ideal zur GTI-Werdung des up. Dazu gibt’s ein griffiges Lenkrad und ein ausreichend exakt zu schaltendes 6-Gang-Getriebe. Weiters darf man sich über eine stimmige Ambientebeleuchtung in rot freuen. Die Zahl der Instrumente ist überschaubar und die Nüchternheit tut dem kleinen Sportler gut. Viele Instrumente hatte der GTI von einst ja auch nicht.

 

Wer Navi bzw. Entertainment braucht, kann über den Smartphonehalter sein Telefon über der Mittelkonsole anbringen (inkl. USB-Lademöglichkeit). Eine Sitzheizung vorne gibts übrigens ebenso serienmäßig wie die Leichtmetallräder mit dem klingenden Namen „ Brands Hatch“. Wenn der Dreizylinder-Klang nicht gefällt, dem bietet VW auch eine potente Soundanlage aus dem Hause „beats“ an.

Der up GTI kostet ab € 16.840,–. Wer statt zwei Türen mehr braucht, legt nochmal 500 Euro d’rauf und hat den up GTI mit fünf Türen.