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Fahrvorstellung
07/15/2013

Range Rover Sport: Schwer ist nur die Geldbörse

Deutlich an Gewicht abgespeckt, macht er jetzt seinem Beinamen tatsächlich alle Ehre.

von Christian Vavra

Alu-Karosserie und Leichtbau im Fahrwerk – wie sein großer Bruder Range Rover hat auch der Sport beim Gewicht gegenüber seinem Vorgänger an die 400 Kilo eingespart. Mit V6-Diesel bringt der Sport trotzdem noch 2115 kg auf die Waage, aber früher waren’s gute zweieinhalb Tonnen.

Der 4,85 m lange Sport hat jetzt einen Radstand von 2,92 m. Das sind fast 18 cm mehr als beim Vorgänger. Weil sie zur Gänze den Passagieren zugutekommen, ist das auch eines der Hauptmerkmale des neuen Range Rover Sport: Er hat vor allem in der zweiten Reihe jetzt deutlich mehr Platz. Erstmals gibt es optional auch eine dritte Sitzreihe, die elektrisch gehoben oder versenkt wird. Die Laderaumkapazität beträgt respektable 784 bis 1761 Liter.

Im normalen Fahrbetrieb ist der Sport den Mitbewerbern wie BMW X5 oder Mercedes ML deutlich nähergerückt. Er wirkt straffer und agiler, ohne hart zu sein, lässt sich sehr direkt lenken und huscht dank Torque Vectoring (nicht im TDV6) und aktivem Hinterachsdifferenzial mehr als willig um jedes Eck. Das kann große Freude machen. Lediglich beim Bremsen wird der Fahrer nachdrücklich an die Masse erinnert, die hier bewegt wird. Luftfederung ist in allen Versionen Serie.

Alle Versionen haben eine Achtstufenautomatik von ZF. Unter der Haube wird in Österreich wahlweise ein 3,0-l-V6 Diesel (als TDV6 mit 258 PS, als SDV6 mit 292 PS) oder ein 5,0-l-V8-Benziner (510 PS) angeboten. Die Normverbräuche liegen bei 7,3, 7,5 und 12,8 l pro 100 Kilometer.

Gelände

Standardmäßig gibt es für die Dieselversionen einen permanenten Allradantrieb mit zentralem Torsen-Differenzial. Für den SDV6 ist ein zweistufiges Verteilergetriebe (mit Geländeuntersetzung und dann Dutzenden elektronischen Helfern für Offroad) erhältlich, das im V8 Serie ist. Selbstverständlich ist auch der Range Rover Sport im Gelände ein Kaiser. Die Bodenfreiheit lässt sich zwischen 150 und 265 mm variieren, die Wattiefe beträgt 850 mm. Neueste Spielerei im zentralen Display ist die Anzeige der Wassertiefe, der Trick funktioniert mit Sensoren in den Außenspiegeln.

Der Innenraum ist natürlich genauso nobel wie beim größeren Modellbruder, das ist man dem Namen Range Rover schließlich schuldig. Auch bei den Assistenzsystemen zeigen sich Engländer auf der Höhe der Zeit, von adaptiver Geschwindigkeitsregelung mit Stau-Assistent bis zum Parkassistent, der selbsttätig lenkt, ist alles zu haben, und sei es als eines der Dutzenden Extras.

Ganz billig ist der Range Rover Sport indes nicht. Der Einstieg beginnt theoretisch bei 68.700 Euro (TDV6, Version S), für die Version HSE sind aber schon 82.000 Euro hinzulegen. Der SDV6 kostet von 80.100 bis 101.600 Euro, der V8 Benziner ist mit 114.000 oder 126.700 Euro (Autobiography) wohlfeil.

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