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Vorstellung
09/09/2019

Ferrari 812 GTS: Der Daytona GTS hat einen Nachfolger

Ferrari überrascht mit einer offenen Version des 812 Superfast.

von Michael Andrusio

Exakt 50 Jahre nach der Vorstellung des letzten offenen Ferrari mit vorne eingebautem V12 bringt Ferrari nun den legitimen Nachfolger. Basierend auf dem 812 Superfast kommt also der 812 GTS. Und er ordnet sich eine Reihe legendärer 12-Zylinder Cabriolets aus Maranello ein - zuletzt war es der 365 GTS4, besser bekannt als "Daytona".

Freilich gab es offene Versionen wie den 550 Barchetta Pininfarina oder den F60 America. Deren Stückzahlen waren aber höchst überschaubar. Vom F60 America wurden lediglich 10 Stück gebaut.

Zurück in die Gegenwart und zum 812 GTS. Der setzt auf ein versenkbares Hardtop, das sich innerhalb von 14 Sekunden öffnen lässt und das bis einer Geschwindigkeit von 45 km/h.

Die Ferrari-Aerodynamiker standen vor der Aufgabe, zum einen bei geschlossenem Dach dieselbe Performance sicherzustellen, wie sie der 812 Superfast bietet - und zum anderen bei geöffnetem Dach zu starke Verwirbelungen von den Köpfen der Passagiere fernzuhalten.

So wurden zum einen der Kofferaumdeckel und der hintere Diffusor entsprechend überarbeitet und zum anderen Winglets hinter den Sitzen angebracht, um den Komfort bei geöffnetem Dach sicherzustellen.

Sonst übernimmt der 812 GTS die Antriebseinheit aus dem Superfast, also einen vorne eingebauten V12-Zylinder, der 800 PS leistet. Auf 100 km/ h beschleunigt der 812 GTS in weniger als 3 Sekunden, die Spitze soll laut Ferrari bei über 340 km/h liegen.

Der Preis wird etwa 11 Prozent über dem des Superfast liegen, die ersten Autos werden ab Sommer 2020 ausgeliefert.