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07.12.2011

Hyundai i40: Passat-Gegner im KURIER-Test

Zwischenfazit: Seit dem Start des Dauertestprogrammes ist der Koreaner bisher nur angenehm aufgefallen. Offenkundig wurden andere Mittelklassekombis genau studiert.

Im Fahrtenbuch finden sich nach knapp 4000 Kilometern praktisch nur positive Anmerkungen und Lob. Zum Beispiel für die angenehmen Sitze vorn, die auch auf Langstreckenfahrten Pläsier bereiten. Oder für den wirklich üppigen Platz im Innenraum, vor allem für die Hinterbänkler, die sich über enorm viel Kniefreiheit freuen können.

Und auch für den Laderaum, der ordentlich "schluckt", bei Bedarf eine praktisch ebene Fläche bietet - unter anderem sogar ein eigenes Trennnetz für dachhohe Beladung bereits serienmäßig bereithält (von den diversen Fächern auch im Laderaumboden ganz zu schweigen).

Angenehme Lenkung, knackige Gangschaltung, völlig untadelige Ergonomie im Cockpit sowie komfortable, nicht zu weiche Federung sind ebenfalls in der Rubrik "gut" vermerkt. Die knapp ans Monströse grenzende Mittelkonsole hat inzwischen ebenfalls ihre Freunde gefunden, ebenso die blaue Hintergrundbeleuchtung der diversen Schalter und Knöpfe, obwohl Blau die Ablesbarkeit nicht unbedingt erhöht (darum sind wohl die Tachoziffern in Weiß gehalten). Und Lob fand bisher auch die sehr gute Verarbeitung.

Hyundai hat alle Hausaufgaben in diesem Segment erledigt und sich offenbar einige Mitbewerber sehr genau angeschaut. Passat auf Koreanisch heißt also i40, könnte man sagen, und das ist nicht die schlechteste Orientierung.

Der Dauertestkandidat ist ausreichend motorisiert, ab rund 2000 Touren zeigt er sich quicklebendig. Darunter allerdings, zum Beispiel beim langsamen Abbiegen im zweiten Gang, fehlt etwas Nachdruck. Bis dato liegt der Verbrauch bei 7,4 l/100 km, er wird vermutlich (oder: ziemlich sicher) noch deutlich zu drücken sein.

Ausgezeichnet ist in der Version "Style" jedenfalls die Ausstattung, vom 7-Zoll-Navi über Klimaanlage, Bluetooth, Sitzheizung auf vier Plätzen und Rückfahrkamera bis "Smart Key" samt Startknopf (der Schlüssel kann wirklich immer in der Hosentasche bleiben) ist schon alles serienmäßig dabei. Und gemessen daran ist auch der Preis im Klassenvergleich förmlich ein Hammer. Daran wird sich so schnell nichts ändern.

Was bisher noch "augenzwinkernd" im Fahrtenbuch vermerkt wurde: Der Hyundai i40 neigt etwas zum Besserwisserischen. Das (Touchscreen-)Navi arbeitet partout nicht, solange nicht einer Belehrung über Verkehrsvorschriften zugestimmt wurde. Der Motor startet nur bei getretenem Kupplungspedal. Die elektronische Handbremse tritt nur bei getretenem Bremspedal in Aktion und öffnet nur dann von selbst, wenn der Fahrer angeschnallt ist. Und beim Öffnen der Fahrertür ertönt mehrfach ein beinahe esoterisches "Ping". Dessen Botschaft hat sich bisher noch nicht so richtig erschlossen.

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