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13.02.2013

Nismo muss noch etwas Luft holen

Der Europa-Start des offiziellen Werkstuners von Nissan fällt technisch zurückhaltend aus.

Nismo“ hat in Japan und Fernost einen Ruf wie in Deutschland zum Beispiel AMG. Die Motorsportabteilung von Nissan soll jetzt auch in Europa Fuß fassen. Den Anfang macht in den kommenden Wochen in Österreich der Juke mit dem entsprechenden Namenszusatz.

Um den ganz großen Sturm zu entfachen, muss Nismo freilich noch einmal tief Luft holen. Gerade einmal 10 Nm mehr Drehmoment und 10 PS mehr Leistung als das „normale“ Spitzenmodell der Juke-Reihe bietet der Juke Nismo, der aus dem 1,6-l-Turbomotor jetzt also 200 Pferdestärken per Sechsgang-Schaltgetriebe auf die Vorderachse schickt. Das scheint angesichts der deftigen optischen Aufrüstung doch etwas bescheiden.

Beschleunigung

Tempo 100 aus dem Stand erledigt der Nismo um zwei Zehntel schneller (7,8 Sekunden) als die 190-PS-Version. Wer Allradantrieb wählt, muss mit einer zwangsverordneten Stufenlos-Automatik (mit sieben fest programmierten und manuell anwählbaren Übersetzungen) leben – sowie mit mehr als 140 kg Mehrgewicht und der Tatsache, dass die Beschleunigung auf 100 km/h dann 8,2 sec. dauert. Ist auch nicht schlecht, aber die Abstufung im Modellprogramm will und will nicht so recht einleuchten. Dabei ist die Lösung schon im Haus: Gegen Jahresende wird nämlich eine 217 PS starke Variante nachgereicht, womit die Spreizung wieder stimmiger wirkt.

Im Juke Nismo sind Lenkung und Aufhängung speziell abgestimmt worden. Außen gibt’s drei Farben (Schwarz, Silber, Weiß) und diverse Feinheiten wie ein rund ums Auto laufender roter Zierstreifen, rote Spiegelgehäuse und Spoilerbeiwerk. Innen finden sich u. a. in Wildleder gekleidete Schalensitze, Alcantara-Lenkrad und jede Menge rote Ziernähte. Die Ausstattung ist praktisch lückenlos. Das relativiert auch den Aufpreis von knapp 3900 Euro zum 190-PS-Bruder. Los geht’s im Juke Nismo um € 27.890,– und mit Allradantrieb um genau € 31.990,–.

Auch der 370Z wird zum Nismo

Nach dem Juke kommt im Mai auch der 370Z als Nismo-Version nach Österreich. Im Vergleich zum normalen 370Z hat der entsprechende Nismo mehr PS, nämlich 344.

Zudem sorgt eine neue Auspuffanlage für einen Sound, der an die Motorsportvorbilder angelehnt ist (so Nissan). Auch an der Aerodynamik wurde gearbeitet. Der 370Z verfügt über Heckspoiler und angedeuteten Diffusor. Das Fahrwerk wurde noch straffer abgestimmt und die Bremsanlage dem Mehr an Kraft angepasst.

Innen greift der Fahrer in ein von Alcantara ummanteltes Lenkrad (samt roter Markierung für Geradeausstellung).

Die exakten Spezifiaktionen und Preise werden zeitnah zum Verkaufsstart bekanntgegeben.