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06/26/2012

Opel Astra OPC ärgert Sportwagenbesitzer

280 PS und sechs Sekunden bis 100 km/h treiben das Coupé in eine Liga, wo Autos nicht selten drei Mal so viel kosten.

Etwas gewunden versuchte bei der Pressevorstellung ein Kommunikationsspezialist seiner Begeisterung Ausdruck zu verleihen. Das vollbrachte er schließlich vermittels der Feststellung: "Der Astra OPC bietet auch einen Fahrspaßzuschlag."

Das klingt zwar ungefähr so sexy wie ein Eisenbahnfahrplan, in der Sache hatte der Mann indes vollkommen recht. Zum einen ist erstaunlich, wie gut Opel die enorme Kraftentfaltung an der Vorderachse in den Griff bekommen hat, außer einem kleinen Ziehen dort tut sich nicht viel. Und zum anderen sind die technischen Zutaten nicht von schlechten Eltern.

2,0 l Hubraum, Turbolader mit bis zu 1,5 bar Ladedruck (der sich bereits ab 1400 Umdrehungen aufzubauen beginnt), 280 PS, flockige 400 Nm Drehmoment ab 2450 Touren, sehr knackiges Sechsganggetriebe, mechanisches Lamellen-Sperrdifferenzial, Brembo-Bremsanlage sowie serienmäßig 19-Zoll-Bereifung (245/40, auf Wunsch auch mit 20 Zoll und 245/35 zu haben) lassen erahnen, welche Fahrleistungen (und welche Straßenlage) dieses rund eineinhalb Tonnen schwere Ding liefern kann.

Fahrwerk und ESP lassen sich in drei einstellbare Modi versetzen. Die Sitze (absichtlich gegenüber dem Vorgänger abgesenkt) bieten gegen Aufpreis sogar eine pneumatische Einstellung der Seitenwangen für besten Seitenhalt, was man in dieser Wagenklasse sonst nirgends findet. Und schließlich sei auch der Verbrauch nicht verschwiegen, er soll laut Werk bei 8,1 l je 100 km im Normmix liegen. Nun ja.

Seine Nürburgring-Herkunft merkt man dem OPC durchaus an, er fühlt sich jedenfalls auf ebenem Geläuf am wohlsten und lässt sich dort auch durch Regen nicht aus der Ruhe bringen. Er kann aber auch in Spitzkehren (bei besonnenem Fahrer) bestehen.

Zu kaufen ist der Sport- Astra in Österreich ab September. Dann sollten bitteschön mindestens 35.290 Euro zur Überweisung bereitliegen.