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© Porsche

Fahrbericht
09/04/2021

Porsche Macan: Noch einmal mit Gebrüll

Bevor das sportliche SUV elektrisch wird, bekommt es nochmals einen geschärften Look und kräftigere Motoren

Als Porsche 2014 den Macan auf den Markt brachte, war die Welle der Empörung schon abgeebbt. Dass Porsche jetzt Geländewagen baut, hatte man mit Erscheinen des Cayenne zur Kenntnis genommen. Die Geburt des Macan verlief weniger aufgeregt. Zumal das Auto – trotz SUV – gefälliger und sportlicher aussah als der größere Cayenne. Seither wurden 600.000 Stück gebaut und was noch wichtiger aus der Sicht von Porsche ist: Der Macan ist für 80 Prozent der Kunden ihr erster Porsche, die Einstiegsdroge gewissermaßen.

Porsche hat den Macan nun upgedatet und kitzelt aus den Motoren mehr PS. Aus den Verbrenner-Motoren wohlgemerkt. Wie lange die noch gepflegt und upgedatet werden, ist noch nicht ganz klar. Ein elektrischer Macan befindet sich in Entwicklung und soll gegen Ende 2023 auf den Markt kommen. Und dann neben dem klassischen Macan mit Verbrennermotor im Angebot sein. Aktuell macht der Macan in Österreich 10 Prozent der Porsche-Verkäufe aus. In seinen besten Jahren war jeder dritte neue Porsche ein Macan. „Als (Familien-) Einstiegsmodell in die Porsche-Welt wird der Macan trotz der neuen NoVA-Regelung auch weiterhin eine wichtige Säule in unserem Produktportfolio einnehmen, bis dann in 2023 der neue, rein elektrische Macan unser Angebot erweitern wird“, sagt Porsche-Geschäftsleiter Dr. Helmut Eggert.

Was ist neu beim Macan? Die Porsche-Designer haben das Design geschärft und beispielsweise das Bugteil mit einem Einleger in Exterieurfarbe versehen (was die Breite betonen soll). Heckseitig wurde der Diffusor markanter gestaltet und optional kann man die Sideblades mit 3D-Struktur bekommen. Die LED-Hauptscheinwerfer mit Porsche Dynamic Light System (PDLS) und die Sport-Design-Außenspiegel sind jetzt bei allen Modellen Serie. Außerdem montiert Porsche nun von Haus aus auch größere Räder – die sind mindestens 19 Zoll groß, im Topmodell GTS 21 Zoll.

Drei Motoren im Angebot

Porsche bietet den Macan in drei Varianten an. Das “Basismodell“ kommt mit einem neuen Vierzylinder-Turbo mit 265 PS. Mehr Schmalz liefert der Macan S (mit 380-PS-V6-Biturbo). Stärkster in der Familie ist nunmehr der GTS – Macan Turbo gibt es keinen mehr – mit 440 PS und einer Sport-Luftfederung, die es nur im Topmodell gibt.

Auch innen hat Porsche den Macan aufgefrischt. Der Automatikwählhebel ist kürzer, aber immer noch nicht zu einem Stummel verkommen, die Mittelkonsole ist eleganter und verfügt über Touch-Oberflächen. Und die stilvolle Analog-Uhr ist nun serienmäßig.

Wir fahren den Macan als "Macan", das ist die Basisvariante. Bei 265 PS (das sind 20 PS mehr als bisher) tut man sich schwer von Basis oder Einsteiger zu sprechen. De facto geht einem auch im 265-PS-Macan nichts ab. Das Auto wirkt rundherum stimmig, mit exakter Lenkung und einem leisen Motor, der dann ausreichend Schmalz liefert, wenn man es haben möchte. Der Allrad sorgt dafür, dass die Kraft souverän auf die Straße übertragen wird und das 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe fügt sich perfekt ins Gesamtbild ein. Auf 100 km/h beschleunigt der Macan in 6,4 Sekunden (nimmt das Sport Plus Paket geht es nochmals um 0,2 Sekunden schneller).

Was kostet der Porsche? Die Preise beginnen bei 76.897 Euro und reichen bis 115.376 Euro (GTS). Es gibt auch neue Farben, von denen wohl “Enzianblau“ den größten Österreichbezug hat.

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