© Michael Andrusio

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06/29/2020

Autoklau bei Keyless-Systemen: VW Golf 8 gut abgesichert

Der neue Golf profitiert von seiner UWB-Technik, 350 andere Modelle fielen durch.

Der deutsche ADAC hat sich den neuen Golf in Hinblick auf seine Diebstahlsicherheit angesehen. Gefährdet sind Fahrzeuge mit Keyless-Systemen (um das Auto zu öffnen), wenn eine Funkverlängerung eingesetzt wird.

Der VW Golf 8 ist das erste Fahrzeug der Kompaktklasse, dessen Keyless-System sich nicht mit einer einfachen Funkverlängerung knacken lässt - so das Resümee des ADAC. Das System im neuen Golf basiert auf der sogenannten Ultra-Wide-Band-Technik (UWB). 

Die UWB-Technik sorgt dafür, dass das Fahrzeug die tatsächliche Entfernung zum Autoschlüssel erkennt. So öffnet sich das Auto nur, wenn der Schlüssel wirklich in unmittelbarer Nähe ist. Wird die Funkverbindung einfach nur „verlängert“, bleibt das Fahrzeug zu.

Bei Keyless-Systemen ohne UWB-Technik lässt sich das Signal hingegen problemlos bis zu einem Kilometer verlängern und das Fahrzeug entriegeln und starten - unabhängig davon, ob sich der Originalschlüssel beispielsweise im Haus oder der Jackentasche des Besitzers befindet. Die Funkverlängerung lässt sich mit geringem Materialaufwand selbst bauen.

Auch Modelle der Marken Land Rover, Range Rover und Jaguar setzen auf diese Technologie und ließen sich ebenso nicht mit einer Funkverlängerung öffnen. Allerdings fielen über 350 getestete Modelle durch.

Die Liste mit den getesteten Autos gibt es hier>>>

Der ADAC rät zu erhöhter Wachsamkeit bei der Aufbewahrung des Schlüssels. Der Club sieht die Autohersteller in der Pflicht, die gesamte Fahrzeugelektronik ebenso systematisch abzusichern, wie dies in anderen IT-Bereichen längst Standard ist. Für Besitzer betroffener Fahrzeuge sollte es zudem rasch Abhilfe durch entsprechende Nachrüstungen geben.