Die Anlage in Chile in einer Computersimulation

© Porsche

Technik
09/12/2021

Sprit für den 911 - Porsche macht Ernst in Sachen eFuels

In Chile erfolgte nun der Spatenstich für eine entsprechende Industrieanlage.

von Michael Andrusio

Den ersten in Chile produzierten Kraftstoff will Porsche bereits im kommenden Jahr im Porsche Mobil 1 Supercup einsetzen. Der kommt aus einer Pilotanlage nördlich von Punta Arenas im chilenischen Patagonien, die 2022 rund 130.000 Liter eFuels erzeugen soll.

Der Spatenstich für die erste Pilotanlage, die von Porsche gemeinsam mit Siemens Energy errichtet wird, erfolgte dieser Tage. Hier in Chile soll ab Mitte 2022 nahezu CO₂-neutraler Kraftstoff, also eFuel, produziert werden.

Das so genannte Projekt „Haru Oni“ nutzt die perfekten klimatischen Bedingungen für die Windenergie in der Provinz Magallanes im Süden Chiles, um mit Hilfe von kostengünstigem grünem Windstrom den CO₂-neutralen Kraftstoff zu erzeugen. In einem ersten Schritt spalten dafür Elektrolyseure mittels Windstrom Wasser in Sauerstoff und grünen Wasserstoff. Anschließend wird CO₂ aus der Luft gefiltert und mit dem grünen Wasserstoff zu synthetischem Methanol kombiniert, das wiederum in eFuel umgewandelt wird.

In zwei Stufen soll die Kapazität bis 2024 auf rund 55 Millionen Liter eFuels und bis 2026 auf rund 550 Millionen Liter eFuels erweitert werden. Die erforderlichen umweltrechtlichen Genehmigungen liegen bei der chilenischen Projektgesellschaft Highly Innovative Fuels (HIF) inzwischen vor. Siemens Energy hat zudem bereits mit den vorbereitenden Arbeiten für die nächste Phase des Projektes begonnen.

Porsche hat das Demonstrationsprojekt initiiert und wird die eFuels perspektivisch in den eigenen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor einsetzen.

eFuel für den 911

Michael Steiner, Vorstand für Forschung und Entwicklung der Porsche AG, sagt: „Porsche ist mit Pioniergeist gegründet worden. Das ist unser Antrieb, wir leben von Innovationen. Auch bei erneuerbaren Kraftstoffen sehen wir uns als Pioniere, wollen die Entwicklung vorantreiben. Das passt zu unserer klaren, gesamthaften Nachhaltigkeitsstrategie. Porsche insgesamt will damit bereits 2030 bilanziell CO₂-neutral sein. Mit erneuerbarer Energie hergestellte Kraftstoffe können dazu einen Beitrag leisten. Unsere Ikone, der 911, eignet sich besonders für den Einsatz der eFuels. Aber auch unsere beliebten historischen Fahrzeuge, denn rund 70 Prozent aller jemals gebauten Porsche sind heute noch auf den Straßen unterwegs. Die Tests mit erneuerbaren Kraftstoffen laufen sehr erfolgreich. Mit eFuels lassen sich zukünftig bis zu 90 Prozent der fossilen CO₂-Emissionen im Verbrenner reduzieren."

Neben Siemens Energy, Porsche und HIF beteiligen sich auch Enel, ExxonMobil, Gasco und ENAP am „Haru Oni“-Projekt.

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