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Tests
01/06/2019

Der neue Volvo V60 im Test

Mit dem feschen V60 untermauern die Schweden einmal mehr ihre Kompetenz in Sachen Kombi.

Auf manche Dinge kann man sich in einer schnelllebig gewordenen und von Trends getriebenen Autowelt noch verlassen. Zum Beispiel darauf, dass Volvo der Kombi nach wie vor am Herzen liegt. Davon zeugt auch der Umstand, dass die Schweden beim 60er zunächst den Kombi V60 brachten und erst dann die Limousine S60 nachreichten.

Und dass die Schweden „Kombi können“ beweist auch die jüngste Auflage des Mittelklasse-Kombis. Das Auto sieht aus wie aus einem Guss und die vielen anerkennenden Blicke von Passanten können wohl als gerechte Belohnung für die Designabteilung gewertet werden.

Interessantester Aspekt eines Kombi ist – fesches Äußeres hin oder her – der Laderaum. Auch hier zeigt sich, dass die Schweden ihr Handwerk verstehen. Mindestens 529 Liter Laderaumvolumen stehen zur Befüllung bereit. Bei umgeklappten Rücksitzen kommt man maximal auf 1441 Liter.

Dazu kommen nützlich Details, wie die brett’lebene Ladefläche bei umgeklappten Rücksitzen. Beim Umklappen der Fondsitze klappen die Kopfstützen selbsttätig ein. Ebenso dienstbar sind Haken oder Halteösen zur Ladungssicherung.

Diesel

In unserem Testauto tat der bewährte D4-Vierzylinder-Diesel seinen Dienst. Eine Motorisierung, die – wenn man den Ankündigungen der Schweden Glauben schenkt – bald passé sein wird (zumindest bei Volvo). Fakt ist, dass der 190-PS-Diesel die Abgasnorm Euro 6d TEMP erfüllt und sonst wunderbar in den noblen Kombi passt. Geht der Diesel doch überaus laufruhig ans Werk und harmoniert so mit dem komfortablen Charakter des V60. Kraft liefert der Diesel jederzeit, über eine sportliche Ader verfügt der V60 D4 eher nicht – auch nicht, wenn man über eine Walze in der Mittelkonsole den Sportmodus anwählt. Die angesagte Gangart ist das komfortable Gleiten. Dafür sorgt auch die wunderbar sanft schaltende 8-Gang-Automatik, mit der unser Test-Volvo ausgerüstet war.

 

Innen wirkt der V60 höchst nobel. Die Anmutung der Materialien ist hochwertig und nicht zuletzt auf Grund des senkrecht stehenden Schirms in Form eines Tablets wirkt das Volvo-Interieur wie ein Designer-Büro. Die Bedienung des Touchscreens gibt keine großen Rätsel auf, wenngleich es auch (analog zu all diesen Systemen) eine Ablenkung bedeutet.

Positiv vermerkt sei auch das Platzangebot sowohl vorne als auch in Reihe zwei. Und ganz nach Volvo-Manier ist eine ganze Armada an Sicherheitssystemen – großteils serienmäßig – mit an Bord.