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06/07/2019

Lamborghini Huracán Sterrato Concept: Sportwagen fürs Grobe

Sieht aus wie ein Rendering, ist aber ernst gemeint!

Wir kennen das Spiel zur Genüge: Autos werden immer tiefer gelegt. Dann höher gelegt und mit unlackiertem Plastik behangen. Fertig sind Allroad, Alltrack, Active, Cross-irgendwas und so weiter. Doch nun überrascht uns ausgerechnet Lamborghini mit einem bizarren Offroad-Konzept: dem  Lamborghini Huracán Sterrato.

Der Sterrato basiert auf dem Huracán Evo mit seinem 5,2-Liter-Saugmotor mit einer Leistung von 640 PS. Das integrierte Fahrdynamiksystem LDVI (Lamborghini Dinamica Veicolo Integrata) des Huracán Evo mit prädiktiver Steuerlogik steuert die Systeme des Sterrato, einschließlich Allradantrieb, Allradlenkung, geänderter Radaufhängung und Torque Vectoring, indem es das Verhalten des Fahrers vorwegnimmt. Das auf den Einsatz im Gelände und Untergründe mit geringer Haftung kalibrierte und auf maximalen Antrieb und Beschleunigung abgestimmte LDVI-System des Sterrato bietet ein verbessertes Heckantriebsverhalten und garantiert ein größeres Drehmoment, in Kombination mit einer zusätzlichen Stabilisierung bei Übersteuern.

Lamborghini Huracan Sterrato Concept

Lamborghini Huracan Sterrato Concept

Lamborghini Huracan Sterrato Concept

Lamborghini Huracan Sterrato Concept

Lamborghini Huracan Sterrato Concept

Lamborghini Huracan Sterrato Concept

Lamborghini Huracan Sterrato Concept

Der Sterrato ist für anspruchsvolle Einsatzbereiche konzipiert. Lamborghini spricht von "beeindruckenden Geländefähigkeiten im Kontext eines Supersportwagens". Die Bodenfreiheit wurde um 47 Millimeter erhöht, der Böschungswinkel wurde vorn um 1 Prozent verbessert und hinten um 6,5 Prozent.

Die Spurweite wurde für beide Achsen um 30 Millimeter erhöht, auf denen 20-Zoll-Räder mit Ballonreifen in weiten Radkästen mit integriertem Lufteinlass montiert sind. Die eigens entworfenen breiteren Reifen mit größeren Flanken verbessern die Absorption der Unebenheiten und den Grip. Breite, robuste und offene Schulterblöcke fördern die Selbstreinigung der Räder und bieten eine hervorragende Bodenhaftung im Gelände in Kombination mit verbesserten Antriebs- und Bremsmerkmalen und sind darüber hinaus sehr widerstandsfähig.

Der Unterboden des Sterrato ist mit Verstärkungen und einem Karosserieschutz ausgestattet, zu dem auch ein hinterer, als Diffusor fungierender Unterfahrschutz zählt. Der Frontrahmen verfügt über Verstärkungen aus Aluminium, deren Unterfahrschutz ebenfalls aus Aluminium besteht, und dasselbe Material wurde auch für die Verstärkungen der Seitenschweller verwendet. Die spezielle Karosserie aus Verbundwerkstoffen beinhaltet einen Schutz des Motors und der Lufteinlässe gegen Steine, sowie Kotflügel aus Hybridmaterialien, zu denen Carbonfasern und Elastomerharze gehören. Das LED-Lichtpaket für den Geländeeinsatz setzt sich aus einem LED-Lichtbalken auf dem Dach und zwei LED-Flutlichtern auf dem vorderen Stoßfänger zusammen.

Die eigens entwickelte Innenausstattung spiegelt laut Lamborghini den sportlichen Geländecharakter des Sterrato wider, und ist durch einen neuen, besonders leichten Überrollkäfig aus Titan, Vier-Punkt-Sicherheitsgurte, neue einstellbare Sportschalensitze aus Carbonfaser und Bodenbleche aus Aluminium gekennzeichnet.

Immerhin: Bereits in den 1970er-Jahren hat Lamborghini mit dem Jarama und dem Urraco eine Kombination aus Hochleistungsmerkmalen und Geländegängigkeit getestet. Lamborghinis Testfahrer Bob Wallace hat dazu zwei Modelle modifiziert, um Hochleistungs-Supersportwagen zu schaffen, die für die Wüste geeignet waren: so entstand der Jarama Rally von 1973 und der Urraco Rally von 1974.