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02/28/2019

Mazda3: Erste Ausfahrt mit der neuen Generation

Gediegen und komfortabel präsentiert sich der Kompakt-Japaner. Die interessanteste Motorisierung folgt noch.

Ruhig sollte er werden, der neue Mazda3. Sowohl optisch als auch akustisch. So berichtet der zuständige Chefentwickler, Herr Kota Beppu, von den Bestrebungen den „visuellen Lärm“ im Cockpit zu reduzieren. Was er damit meint?Dass die Fahrgäste von einem eleganten Cockpit empfangen werden, das nur jene Bedienelemente enthält, die der Fahrer auch tatsächlich zum Fahren braucht. Dazu erklärt Herr Beppu die verschiedenen Abstufungen des weißen Lichts im Interieur und die gefinkelte Platzierung der Lautsprecher, um unerwünschte Geräusche zu eliminieren.

 

Wie ist den Mazda-Leute das gelungen? Sehr gut - das kann man nach der ersten kurzen Ausfahrt definitiv festhalten. Mazda bietet den neuen 3er zunächst mit einem 2-Liter-Benziner (mit 122 PS) und einem 1,8-l-Diesel (mit 116 PS) an. Die interessanteste Motorisierung, ein Skyativ X, der mit einer neuartigen Spark Controlled Compression Ignition arbeitet, der (vereinfacht ausgedrückt )die Vorzüge von Diesel und Benziner in einem Motor vereinen soll, kommt im Laufe der zweiten Jahreshälfte 2019. Mit diesem Motor, der auch in Verbindung mit Allrad zu haben sein wird, werden wir uns noch separat befassen.

 

Aber auch der Skyativ G (der Benziner) und der Skyactiv D passen sehr gut in den neuen Mazda3. Der Benziner verfügt über ein Mild-Hybrid-System mit Lithium-Ionen-Akku, um Sprit zu sparen. Der Diesel wiederum zerstreut alle Zweifel, dass er mit 116 PS untermotorisiert sein könnte und liefert jederzeit ausreichend Schub. Das 6-Gang-Getriebe ist exakt zu schalten (ja, hier merkt man, dass aus dem Hause Mazda auch ein MX-5 kommt) und die Bedienung im Cockpit gibt keine Rätsel auf. Vieles wird über den mittlerweile 8,8-Zoll großen Schirm in der Mitte gesteuert, wobei Mazda nicht auf einen Touchscreen, sondern wie gehabt auf einen zentral angeordneten Drehregler setzt. Wahlweise hat man auch eine Sprachsteuerung, die nochmals verbessert wurde, schwört Herr Beppu.

Wie sieht es mit dem Platz aus? Vorne ist es kein Problem, hinten könnte es bei Großgewachsenen bald knapp mit der Kopffreiheit werden. Das Kofferraumvolumen beträgt zwischen 358 und 1026 Liter.

Markantes Designmerkmal beim neuen Mazda3 ist die sehr massiv ausgeführte C-Säule. Sie soll dem Auto einen "festen Stand" geben. Überhaupt soll das Blechkleid für interessante Reflexionen sorgen - so der Plan der Designer.

Kehrseite der Medaille: Die Sicht nach schräg hinten ist eingeschränkt. Einparksensoren für hinten sind allerdings serienmäßig an Bord. Eine Rückfahrkamera ist im höheren Ausstattungslevel Comfort+ zusätzlich dabei.

Fahrerüberwachung

Das TFT-Display für den Fahrer ist überraschend groß ausgefallen und wichtige Informationen werden via Head-up-Display in die Windschutzscheibe eingespielt (und das ist auch serienmäßig). Lobend erwähnt seien auch die tollen Sitze im neuen Mazda3 – diesbezüglich blickt man längeren Ausfahrten sehr entspannt entgegen. Stichwort längere Ausfahrten. Mazda verbaut, nebst diversen anderen Assistenzsystemen, ein so genanntes Driver Monitoring System. Es überwacht via Infrarotkamera den Fahrer und reagiert, wenn entweder die Augenlider schwer werden oder der Fahrer im Verkehr eine gewisse Zeit nicht nach vorne guckt (Stichwort Smartphone oder sonstige Ablenkungen).

Die Preise starten bei € 23.990,- (für den Benziner mit Comfort-Ausstattung). Der Diesel startet bei € 26.390,-. Bis 22./23. März gibts übrigens ein sonst aufpreispflichtiges Ausstattungspaket gratis dazu.

Ab Mai ist zusätzlich zum Fünftürer auch noch die Limousine verfügbar.