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Tests
01/01/2021

BMW X5M Competition: Drei rote Knöpfe für ein Halleluja

Als Competition erstarkt der an sich nicht brustschwache X5M auf 625 PS.

von Michael Andrusio

Mehr als bei anderen Auto stellt sich bei einem BMW X5 M die Frage: Braucht man sowas denn? Wahrscheinlich nicht, aber das muss am Ende jeder für sich beantworten. 625 PS in einem 2,3-Tonnen SUV scheinen absurd. Auf der anderen Seite ersetzt ein Gefährt wie der X5M gleich mehrere Autos:  Sportwagen, Geländewagen, Großraumlimousine  - nichts davon muss man sich in die Garage stellen, wenn man einen X5M sein eigen nennt.

Jedenfalls würde BMW nie und nimmer so ein Auto bauen, wenn man sich nicht sicher wäre, dass es die Kunden dafür gibt. Es ist ja nicht das erste Mal, dass der X5 zum M wird – hier haben wir es mit der aktuellen und seit 2020 erhältlichen Variante zu tun. Und es ist der Competition. Heißt, normalerweise hat der M 600 PS, nimmt man den X5 mit dem M Competition-Paket sind es 625 PS (was sich in einem Plus von über 13.000 Euro beim Anschaffungspreis niederschlägt).

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Die Kraft wird mittels Allradantrieb auf die Straße übertragen, drückt man die entsprechenden Knöpfe, kann man aber ein heck-lastigeres Fahrverhalten anwählen. Stichwort Knöpfe: deren hat man jede Menge im Interieur des Bayern, um dann dieses und jenes nach eigenem Gutdünken feinzujustieren. Schneller geht es, wenn man die beiden roten Knöpfe am Lenkrad nutzt – so man noch mehr an Sportlichkeit wünscht. Hier kann man sich die individuell zusammengestellten und gespeicherten Set-ups abspeichern.

Insgesamt sind es drei rote Knöpfe, die einem im sonst gediegen und vornehm wirkenden Cockpit des X5M ins Auge stechen. Neben den beiden am weißwurstdicken Lenkrad findet sich noch einer zwischen den Sitzen und damit aktiviert man den BMW.

 

Unter der Haube steckt ein 4,4-Liter-V8 Zylinder mit Doppelturbo-Aufladung. Der erwacht mit einem Ehrfurcht gebietendem Grollen – tritt man das Gaspedal voll durch, stürmt der X5 los wie ein zorniger Rodeobulle und lässt einen vergessen, dass man in einem 2,3-Tonnen-Auto sitzt. Die Masse macht sich spätestens beim flotten Kurvenfahren bemerkbar - später als man das bei so einem Auto vermuten würde, aber doch. Die Sitze sehen nicht nur so aus als ob sie guten Seitenhalt bieten würden, sie tun es auch.

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Will man von Dingen wie Competition oder Track Mode nichts wissen, lässt sich der BMW aber auch völlig entspannt bewegen. Der Motor grollt dabei unaufgeregt vor sich hin und man freut sich am Wissen um die jederzeit vorhandenen Kraftreserven. Nur das straffere Fahrwerk und die walzenartigen Räder trennen den BMW dann von einer Sänfte. Platz hat man sowieso mehr als ausreichend und dem Wochenendeinkauf im Supermarkt steht somit auch nichts im Wege.

Der BMW X5M kostet ab 162.550 Euro. Und mit ein paar zusätzlichen Goodies - nebst dem M Competition Paket - kommt man locker auf über 200.000 Euro.

Antrieb: V8-Zylinder-Beziner, Twin-Turbo-Aufladung, Hubraum: 4395 cm3. Leistung: 625 PS/460 kW; max. Drehmoment 750 Nm bei 1800 - 5800 U/min; Allradantrieb (zentrales Verteilergetriebe mit vollvariabler Lamellenkupplung, vollvariable Drehmomentverteilung zwischen Vorderachse und Hinterachse, Hinterachsgetriebe mit vollvariablem Aktivem M Differenzial, Sperrwirkung 0 bis 100 Prozent), 8-Gang-M-Steptronic-Getriebe.

Fahrleistungen: 0 - 100 km/h in 3,8 Sekunden, Spitze 250 km/h (abgeregelt)

Abmessungen: Länge x Breite x Höhe 4938 x 2015 x 1747 mm; Radstand: 2972 mm. Gewicht: 2310 kg/zul.Gesamtgewicht: 3000 kg. Kofferraumvolumen: 650 - 1870 Liter.

Verbrauch: 13 Liter/100 km; 296 g CO2/km

Preis: 175.966 €

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