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Tests
11/27/2020

Mercedes GLA im Test: Zum SUV aufgestiegen

Dank neuer Proportionen wird der neue GLA geräumiger, bleibt aber dennoch kompakt.

von Michael Andrusio

Anderswo würde man sich vielleicht gleich einen neuen Namen überlegen. Aber auch wenn Mercedes die Proportionen beim neuen GLA deutlich verschoben hat, sah man keine Notwendigkeit, das auch modellbezeichnungstechnisch an die große Glocke zu hängen. GLA bleibt GLA und der Neue sei fortan ein stylishes SUV, erklärt man bei Mercedes.

In Zahlen heißt das, dass der neue GLA um 14 Millimeter kürzer geworden ist – was angesichts von Längenwachstum aller Orten schon einmal aufhorchen lässt – gleichzeitig aber auch um über 10 Zentimeter höher. Das ist eine Ansage. Und es macht den GLA zu einem eindeutigen Vertreter der Gattung Kompakt-SUV (während der Vorgänger mehr Crossover oder was auch immer war).

Die neuen Proportionen machen sich im Inneren gleich positiv bemerkbar. Vor allem hinten bietet der GLA mehr Platz als man vermuten würde, zudem kann man optional eine verschiebbare Fondsitzanlage samt verstellbarer Lehne bekommen. Auch das Platzangebot im Kofferraum gibt keinen Anlass zur Klage. Vorne sitzt man ebenso gut, das Gestühl ist fein und vor sich hat man – in der tollsten Version – ein Widescreen Cockpit, bestehend aus zwei 10,25 Zoll Bildschirmen.

Natürlich kann man hier nach Lust und Laune konfigurieren und die Darstellung ist hervorragend. Besonders gut gefallen hat uns die Darstellung der Radiosender, wo es sich auch smart channel-hoppen lässt. Natürlich bringt so eine geballte Ladung Infotainment auch Ablenkung mit sich. Hierfür gibt es die schon aus anderen Modellen bekannte Sprachsteuerung, die mit „Hey, Mercedes“ angeredet werden will. Das mag für manchen verstörend wirken, aber es funktioniert.

200d

Wir sind unseren GLA als 200d 4 matic gefahren. Das ist im Diesel-Sortiment die goldene Mitte und heißt 150 PS. Und damit ist der GLA ausreichend motorisiert. Auf 100 km/h beschleunigt der Benz in 8,9 Sekunden und der Allrad (wahlweise ist der GLA 200d auch als 2WD zu haben) sorgt dafür, dass die Kraft manierlich auf die Straße gebracht wird. Vor allem aber geht der Diesel sehr laufruhig ans Werk und passt so zum komfortablen Charakter des GLA. Die Lenkung ist ausreichend exakt und der Abrollkomfort ohne Fehl und Tadel. Natürlich kann man auch einen Sportmodus aktivieren, Sportwagen wird aus dem GLA keiner (es sei denn man sitzt in der AMG-Variante).

Übrigens gibt Mercedes den Allrad-Varianten ein Offroad-Technik-Paket mit auf den Weg. Falls man den GLA wirklich durchs Gelände scheucht, hat man nun sogar eine Waschstraßenfunktion (mit nur einem Knopfdruck werden Spiegel angeklappt, Fenster geschlossen und Regensensor deaktiviert).

Billig ist der GLA freilich nicht. Als 200d 4matic kostet der Benz ab 45.030 Euro. Und dann kann man diverse Ausstattungen paketweise dazu bestellen, wobei das Premium Plus Paket Goodies wie unter anderem ein volldigitales Instrumenten Display oder eine Burmester Soundanlage dabei hat.

Antrieb: 4-Zylinder-Diesel; Hubraum: 1950 cm3, 150 PS/110 kW; 8-Gang-DCT-Automatikgetriebe, Allradantrieb

Fahrleistungen: 0 - 100 km/h in 8,9 Sekunden, Spitze 205 km/h

Abmessungen: Länge x Breite x Höhe 4410 x 1834 x 1611 mm; Radstand 2729 mm, Kofferraumvolumen: 435 - 1430 l; Gewicht: 1670 kg/zul. Gesamtgewicht 2190 kg

Verbrauch: 5,6 - 6,1 l/100 km; 148 - 160 g CO2/km

Preis: 45.030 Euro

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