© Andrusio Michael

News
09/27/2020

Aston Martin DBS Superleggera Volante: Ausfahrt mit dem offenen Supersportwagen

Bevor der Winter kommt, unternehmen wir noch eine Ausfahrt mit dem schnellsten Cabriolet von Aston Martin.

von Michael Andrusio

Für Ohren eingefleischter Autofans ist schon allein der Name wie Schalmeienklang: Aston Martin – DBS – Superleggera – Volante. Die Modelle des Hauses Aston Martin kennt man ja als Dienstautos für James Bond 007 und der DBS Superleggera ist das erklärte Topmodell des Hauses. Für die Leistung von 725 PS sorgt ein V12-Zylinder mit doppelter Turboaufladung – also hier hat noch keine Elektrifizierung mit Hybridunterstützung Einzug gehalten.

Der Motor erwacht mit einem dezenten Brüllen (so lässt es sich am ehesten in Wort fassen) zum Leben. Geschaltet wird mittels 8-Gang-Getriebe, entweder man lässt schalten oder man surft über die üppig dimensionierten Schaltwippen hinter dem Volant durch die Gänge. Der Antritt ist – wie nicht anders zu erwarten – heftig. Auf Tempo 100 beschleunigt der Aston Martin in 3,6 Sekunden und dazu liefert der Brite eine Soundkulisse wie es eben nur 12-Zylinder können und im Gegensatz zu Elektroautos, die auch heftig beschleunigen können, passen Klang, Fliehkraft und die rasant schmäler werdende Straße vor einem so zusammen, dass es einem die nötige Ehrfurcht abverlangt. Mit einer theoretischen Höchstgeschwindigkeit von 340 km/h ist der DBS Volante das schnellste Cabrio der Firmengeschichte – und die ist lang und hat schon einige wilde Offene hervorgebracht. Natürlich haben die Briten die Aerodynamik entsprechend adaptiert, beginnend bei den „Curliecue“ Luftauslässen hinter den Vorderrädern bis hin zum doppelten Diffusor am Heck. Und die Aston Martin Leute erklären stolz, dass der Volante bei Höchstgeschwindigkeit nur drei kg weniger Anpressdruck erzeugt als das Coupe. Trotzdem: 340 km/h bei offenem Dach will man sich nicht vorstellen.

Wenn man die ohnehin schon sehr sportliche Charakteristik noch schärfer stellen will, kann man das machen – mittels griffgünstiger Sporttaste am Lenkrad bzw. Dämpferverstellung ebenfalls am Lenkrad. Die härteste Stufe macht vielleicht auf der Rennstrecke Sinn, sorgt aber auf holprigen Freilandstraßen für wenig Freude und an eine Bedienung des Touchpads braucht man so gar nicht erst denken. Der DBS hat die Fahrmodi GT, Sport und Sport Plus im Programm, wobei die Akustik mit jeder Stufe noch intensiver wird.

Der Aston kann aber auch ganz zahm bewegt werden und damit sind wir beim Thema Volante. Bei geöffnetem Dach schlägt man gern eine entspannte Gangart an und lässt sich vom Luxus im Cockpit mit seinen hochwertigen Materialien einlullen. Beim Dach setzt Aston Martin auf ein klassisches Stoffverdeck, das in 14 bzw. 16 öffnet und wieder schließt und den Volante auch bei geschlossenem Dach bildschön dastehen lässt.

Was hat uns nicht gefallen? Abgesehen vom Preis, der mit 380.000 Euro ziemlich  schwindelerregend ist, eigentlich das Lenkrad. Das ist nur mehr ansatzweise rund und greift sich, wenn man die Karbonoption wählt, nicht wirklich angenehm an. Aber das Karbon-Outfit gehört zur „umfangreichen Liste der Optionen, die viel Raum zur individuellen Anpassung bietet“ (so schreibt es Aston Martin), kann man also auch weglassen.

Übrigens hat der Motor auch eine „Quiet Start“-Funktion, um den Motor dezenter zum Leben zu erwecken. Die haben wir erst entdeckt, als wir das Auto retourniert haben – wofür wir uns bei den Nachbarn höflichst entschuldigen möchten.

Antrieb

5,2-l-V12-Zylinder-Front-Mittelmotor, Bi-Turbo-Aufladung

725 PS/533 kW; max. Drehmoment 900 Nm bei 1800 - 5000 U/min; 

Hinterradantrieb, 8-Gang-Automatikgetriebe; Torsionsrohr aus Metalllegierung mit Antriebswelle aus Karbon

Fahrleistungen

0 - 100 km/h in 3,6 Sekunden, Spitze 340 km/h

Abmessungen

Länge x Breite x Höhe 4715 x 2145 x 1295 mm; Radstand 2805 mm; Wendekreis: 12,3 m; Gewicht: 1863 kg

Verbrauch 

14 l/100 km (WLTP); CO2 295 g/km

Preis

€ 379,047.51

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