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© De Tomaso

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Mit neuem V12-Motor und nur für die Rennstrecke: De Tomaso P900

Der Hypercar-Boom hält an und bringt bei De Tomaso einen klassischen Verbrenner, dessen Pläne noch vom Firmengründer stammen

von Horst Bauer

12/06/2022, 05:00 AM

Der Name ist Programm. Der P900, den die wiederauferstandene Marke De Tomaso jetzt vorgestellt hat, wird nämlich von einem Triebwerk mit 900 PS befeuert. Und das im wahrsten Sinne des Wortes.

Denn den auf 18 Stück limitierten Renner treibt keiner der zuletzt auch in der boomenden Hypercar-Szene überhand nehmenden Elektromotoren an. Hier geht noch ein klassischer V12-Benziner ans Werk, der auch auf vergleichsweise neumodischen Tand wie Turbolader verzichtet. Den neuen Zeiten wird lediglich dadurch Tribut gezollt, dass die Eigenentwicklung des Hauses synthetischen, CO2-neutralen Kraftstoff gefüttert bekommen soll.

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Apropos Eigenentwicklung: Der Motor wird zwar von De Tomaso mit den deutschen Rennsport-Spezialisten von Capricorn auf aktuellen Stand gebracht, dessen Pläne stammen der PR-wirksamen Legende nach jedoch noch aus der Ära von Firmengründer Alejandro de Tomaso. Wie die neuen Besitzer des Markennamens, ein mit chinesischem Geld operierendes Konsortium, das sich zuletzt beim deutschen Sportwagenprojekt Apollo federführend engagiert hat, verkünden, habe man im Firmenarchiv Blaupausen für so einen Motor gefunden.

Der 6,2-Liter-V12 soll kleiner und leichter als alle vergleichbaren, bekannten Triebwerke sein und bis 12.300 Touren hochdrehen können. Seine 900 PS Leistung treffen auf ein Fahrzeuggewicht von lediglich 900 Kilo. Was für entsprechend explosive Fahrleistungen sorgen dürfte, wenn das Wunderwerk wie geplant in zwei Jahren fertig entwickelt und fahrtüchtig sein wird.

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Wer von der Kundschaft nicht bis dahin warten will, um seine Investition von rund drei Millionen Dollar endlich bewegen zu können, bekommt von De Tomaso quasi als Übergangslösung einen V10 von Judd eingebaut. Der bietet zwar nur 750 PS, hat aber edelste Rennsportvergangenheit, basiert er doch auf jenem Motor, der für den Vortrieb des Benetton-Formel-1-Boliden der Saison 1997 verantwortlich war.

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Der in einer Manufaktur direkt am Nürburgring entstehende De Tomaso P900 reiht sich in eine Reihe sogenannter Hypercars ein, die zuletzt von verschiedensten exotischen Marken lanciert wurden. Gemeinsames Merkmal: Limitierte Stückzahl, Preis und Motorleistung (aus welcher Quelle auch immer) vergleichbar exorbitant und keine Straßenzulassung.

Dieses Manko wir etwa bei De Tomaso durch ein in Aussicht gestelltes Rennprogramm entschärft. Dafür werden die jeweiligen Boliden auf Wunsch der Kundschaft auch zentral gelagert, an die Rennstrecke gebracht und dort entsprechend betreut.

 

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