Ferrari GTC4 Lusso

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Fahrbericht
07/08/2016

Ferrari GTC4 Lusso: Der Ferrari für die flotte Familie

Der Nachfolger des FF sieht jetzt nicht nur besser aus, er kann auch mehr.

von Horst Bauer

Der Schock hätte bei einem SUV aus Maranello kaum größer sein können. Als Ferrari den FF vorstellte, die optisch – na ja, sehr eigenständige – Version eines Viersitzers, konnte man die Verstörung in der eingeschworenen Fangemeinde greifen. Das etwas plumpe Heck wollte so gar nicht in die althergebrachten Vorstellungen eines Ferrari passen. Da konnte der Hinweis auf gute Platzverhältnisse im Fond und einen achtbaren Kofferraum auch nicht mehr helfen.

Der von der Historie der Kultmarke weitgehend unbelasteten Kundschaft in den neuen Märkten in Asien war das herzlich egal. Sie sah im FF einfach ein besonderes Auto, mit dem man noch mehr auffallen konnte, als mit einem der übrigen Produkte aus Maranello. Somit wurde der FF trotz aller Unkenrufe aus der alten Welt zu einem Erfolg für Ferrari, was ihm jetzt auch einen Nachfolger beschert, der an der Karosserie-Grundlinie festhält.

Mehr Kraft

Dennoch wurde nicht nur am 6,2-Liter-Zwölfzylinder gefeilt (jetzt 690 statt 660 PS und 697 statt 683 Nm), sondern auch an der Optik der Heckpartie. Und die ist beim GTC4 Lusso tatsächlich viel harmonischer.

Im Fahrbetrieb merkt man die technischen Verbesserungen gegenüber dem FF. Das beginnt im Cockpit bei dem hörbar leiseren Gebläse der Klimaanlage und den ergonomischer gestalteten und platzierten Bedienelementen auf dem Lenkrad, und geht über das nicht mehr ganz so brachiale Geräusch beim Starten des Kraftwerks unter der Fronthaube bis zu der bei Ferrari erstmalig eingesetzten Kombination des Allradantriebs mit einer Vierradlenkung.

Diese führt dazu, dass man dem 4,92 m langen und über 1,9 Tonnen schweren GTC4 Lusso seine Dimensionen nicht einmal dann anmerkt, wenn man ihm auf kurvigen Bergstraßen die Sporen gibt. Die Agilität unter solchen, die Adrenalinausschüttung enorm fördernden Bedingungen im Sport-Modus ist dabei genau so beeindruckend, wie die Verwandlung dieses Supersportwagens für vier in einen unaufgeregt dahinschlendernden Gran-Turismo im Comfort-Modus, in dem das 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe dank des enormen Drehmoments des V12 praktisch durchgängig im höchsten Gang operiert.

Wer jetzt auch wegen der fescheren Optik auf den Geschmack gekommen ist, sollte jedoch zumindest € 336.306,– flüssig haben, sofern er seinen GTC4 Lusso mit einer österreichischen Nummerntafel schmücken will.

Mit einem deutschen Taferl würden € 261.883,– reichen.

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