News 09.06.2015

SsangYong Tivoli: So fährt sich das neue SUV aus Korea

Ssangyong Tivol © Bild: /werk (5)

Ausbau der Modellpalette um ein attraktiv gestyltes Subkompakt-SUV.

Wenn eine Automarke schon lang existiert, trotzdem bei uns aber eher unbekannt ist, dann hat der Hersteller ein Problem: Er verkauft hier keine Autos.

Und so stellt sich die Lage SsangYongs bei uns einigermaßen trist dar. Sucht man nämlich nach Verkaufszahlen der 1954 in Seoul gegründeten Firma, gleitet der Blick erst weit die Tabelle hinab, ehe man tief unten doch noch fündig wird. Und erstaunt feststellt, dass SsangYong in den ersten Monaten genau 16 Stück von Korando, Rexton und Rodius verkauft hat. Ergibt einen Marktanteil von marginalen 0,01 Prozent.

Wenig verwunderlich, dass SsangYong damit alles andere als zufrieden ist und heftig am Ausbau des erschütternd niedrigen Bekanntheitsgrads arbeitet. Möglich werden soll der Aufstieg vom düsteren Zulassungs-Süden in den heiteren Marktanteils-Norden mit dem Tivoli, einem Modell, das im stark wachsenden Segment der subkompakten SUV angesiedelt und nach der gleichnamigen Stadt in der Nähe Roms benannt ist.

Hübsches Design

War SsangYong bisher für schrullig-skurrile Designsünden im Stil des früheren Rodius oder des alten Actyon bekannt, die es regelmäßig unter die Top-10 der hässlichsten Autos der Welt geschafft haben, so gefällt der Tivoli mit massenkompatiblem Styling. Ausgestellte Radhäuser, sehnig-gespannte Flanken und stimmige Proportionen strahlen viel visuelle Energie aus, das Auto wirkt aus allen Blickwinkeln modern, jugendlich und dynamisch. Ein großer Fortschritt gegenüber früheren Zeiten, gar keine Frage. Auch innen gibt’s außer dem nur in der Höhe verstellbaren Volant keinen Grund für Kritik: Sitze, die Architektur der Instrumente und Verarbeitung sind tadellos, wer nicht weiß, dass es sich um einen SsangYong handelt, könnte glatt auf die Idee kommen, in einem Hyundai zu sitzen.

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Das ist durchaus als Kompliment zu verstehen.

Erst Benziner, dann Diesel

Antriebsseitig steht ab Verkaufsstart Mitte Juni nur ein frontgetriebener 1,6-Benziner mit 128 PS und 6-Gang-Schaltgetriebe oder wahlweise 6-Gang-Automatik zur Debatte. Ende September wird dann eine Variante mit Allradantrieb sowie der ebenfalls 1,6 Liter große Diesel mit 115 PS nachgereicht.

Erste Kilometer am Steuer des neuen Tivoli offenbaren drei Dinge: Erstens ein unnötig hart abgestimmtes Fahrwerk, das Staßenunebenheiten ausgesprochen trocken und hart an die Tivoli-Insassen weiterreicht.

Zweitens: Der Benziner glänzt zwar mit ausreichend Temperament, verlangt aber – bei einem maximalen Drehmoment von 160 Newtonmeter bei späten 4600 Touren wenig verwunderlich – nach hohen Drehzahlen. Dann aber wird der 4-Zylinder laut und vermittelt den Eindruck, dass er nur sehr angestrengt der Arbeit nachgeht. Drittens: Trotz einer Außenlänge von nur 4,19 Meter finden die hinten sitzenden Passagiere überraschend opulente Raumverhältnisse vor.

Die Preise werden grad ausgeschnapst, das Eintrittsgeld in die neue Tivoli-Welt wird aber bei etwa € 15.000,– liegen.

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( Kurier ) Erstellt am 09.06.2015