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05/15/2014

VW Golf Sportsvan: Praktisch kann auch chic sein

XL-Variante mit erhöhter Sitzposition und hoher Innenraumflexibilität.

Als im Jahr 2005 der Golf Plus erschien, erntete der Hochdach-Golf zwar Lob in Bezug auf Flexibilität und Raumangebot, war aber wegen des spießigen Äußeren gleichzeitig auch begehrtes Ziel von Spott und Häme. Trotz aller stilistischen Vorbehalte war der Plus aber ein durchaus erfolgreiches Auto: Wenn rund 900.000 Stück (20 Prozent Anteil innerhalb der Baureihe) den Besitzer wechseln, kann schwerlich von einem Flop die Rede sein.

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Ab 13. Juni startet die neue Version der bis jetzt wenig charismatischen Cargo-Version und statt Plus klebt nun die Zusatzbezeichnung Sportsvan auf der Heckklappe. Das soll dem Konzept mehr emotionalen Pfiff geben – und, ja, das funktioniert, das neue Modell ist tatsächlich deutlich schicker als der Vorgänger: Verkürzter vorderer, aber vergrößerter hinterer Überhang, lange, die Silhouette vorteilhaft streckende Seitenfenstergrafik mit zwei zusätzlichen Fenstern im Bereich der (vorderen) A- und (hinteren) D-Säule, die für eine exzellente Rundumsicht sorgen, breitere Heckscheibe, Dachkantenspoiler und eine scharf und präzise gesetzte Charakterlinie geben dem Auto nun jenen sportlich-dynamischen Touch, den der Vorgänger schmerzlich vermissen ließ.

Maximal 1520 Liter

Mit einer Länge von 4,33 Meter rangiert der Sportsvan ziemlich genau in der Mitte zwischen Golf (4,25 Meter) und Golf Variant (4,56 Meter). Ähnliches gilt auch für das Frachtvolumen: In den Golf-Kofferraum passen 380 bis 1270 Liter, der Sportsvan schluckt zwischen 500 und 1520 Liter und der Golf Variant fasst zwischen 605 und 1620 Liter.

Das Cargo-Deck zeichnet sich durch hohe Flexibilität aus, weil die Rücksitze im Verhältnis 40/20/40 umklappbar sind. Seltsamerweise aber nicht per Fernentriegelung, sondern nur über kleine primitive Lascherln. In der Länge ist die Möblage um 18 Zentimeter verschiebbar, zwei Zentimeter mehr als bisher. Eine um 13 auf 652 Millimeter abgesenkte Ladekante erleichtert das Hineinwuchten schwerer Gepäckstücke.

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Einiges zur attraktiveren Optik tragen die zum Teil sehr stark geänderten Abmessungen bei: Der Sportsvan ist im Vergleich zum Plus um 13,4 Zentimeter länger und um knapp 5 Zentimeter breiter. Die Höhe ist mit knapp 1,58 Meter mehr oder minder ident, der Radstand jedoch hat um knapp 11 Zentimeter zugelegt. Wenig verwunderlich, dass jetzt deutlich mehr Bein-, Ellbogen und Kopffreiheit zur Verfügung stehen, der Sitzkomfort insgesamt also höher geworden ist.

Ab Marktstart stehen zwei TSI-Benziner (1,2 Liter/85 und 110 PS, 1,4 Liter/125 PS) sowie zwei TDI-Diesel (1,6 Liter/110 PS, 2,0 Liter/150 PS) zur Auswahl. Alle Motoren arbeiten nach dem Prinzip der Direkteinspritzung, sind auf Euro 6 umgestellt worden, brauchen weniger und emittieren auch weniger CO2. Die vom Motor-KURIER gefahrenen jeweils stärksten Leistungsvarianten glänzen mit hervorragender Laufruhe, sattem Durchzug und hohen Kraftreserven.

Die Preise beginnen bei € 21.000,– (1,2-TSI/85 PS) bzw. bei € 25.410,– (1,6-TDI/110 PS). Unter Berücksichtigung zweier Boni (€ 1000,– Umweltprämie und € 1000,– bei Finanzierung über die Porsche-Bank) ist der Sportsvan somit ab € 19.000,– zu haben.