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© Audi

Tests
07/31/2020

Audi Q3 Sportback als 35 TDI im Test

Der feschere Bruder des Q3.

von Michael Andrusio

Mercedes hat sie, BMW hat sie. Und Audi hat sie seit einiger Zeit auch. Die Rede ist von den sportlich gehaltenen Varianten einer SUV-Baureihe. Sportback heißt bei Audi die entsprechende Variante des Q3, die die Bayern als "Kompakt-SUV in Coupe-Form" bezeichnen.

Coupe klingt natürlich edel, ist aber per definition nicht angebracht, zumal Coupes Fahrzeuge mit zwei Türen sind. Zweitürige SUV gab es in der Vergangenheit, allerdings hat man sich von ihnen ob des mäßigen Verkaufserfolgs relativ bald und grußlos wieder verabschiedet. Nach einem Nachfolgemodell zu fragen verbat meist der gequälte Gesichtsausdruck der jeweiligen Automanager.

Somit hat auch der Sportback vier Türen. Wenn also beim Q3 Sportback etwas an ein Coupe erinnert, dann am ehesten das flach abfallende Heck. Das sieht fesch aus und ist wohl dann auch der Grund, so ein Auto zu kaufen. Der Praxisnutzen wird es nicht sein.

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Der Sportback ist im Vergleich zum normalen SUV-Q3 16 Millimeter länger und 18 Millimeter niedriger. Das tut den Proportionen gut und freut das Auge. Gleichzeitig gibt's weniger Kofferraum: Dort, wo der Q3 zwischen 530 und 1525 Liter zu bieten hat, sind es beim Sportback zwischen 410 und 1280 Liter

Wie gesagt, der Praxisnutzen wird es nicht sein.

Sonst bietet der Sportback die Vorzüge, die man sonst vom Q3 kennt, wie tadelloses Fahrverhalten und exakte Lenkung. Die Verarbeitung und die Anmutung der Materialien verdienen das Prädikat hochwertig. Der Touchscreen (je nach Ausstattung bis zu 10,1 Zoll groß) ist sauber integriert, wobei aber Funktionen, die man schnell zur Hand haben will (wie z.B. die Klimatisierung) wie gehabt über Drehregler zu bedienen sind.

Fürs Interieur bietet Audi diverse Möglichkeiten, sich noch eleganter einzurichten. Wir hatten den Q3 Sportback als edition one in Mythosschwarz, was z.B. blaue Alcantara-Dekoreinlagen (eine Farbe, die bei Audi turboblau heißt) im Cockpit mit sich bringt - in Verbindung mit der schwarzen Lackierung eine interessante Kombination und ein bisschen Farbe kann, abgesehen von den bunten App-Symbolen des Bildschirms, auch nicht schaden.

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Unser Testwagen war mit dem bewährten 150 PS TDI des Hauses bestückt. Eine Motorisierung, mit der man nicht falsch liegt und die auch zum Sportback passt. Dazu kombiniert Audi ein 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe und die Kraft wird hier über die Vorderräder auf die Straße gebracht (auf Wunsch ist das Ding auch mit Allradantrieb verfügbar).

In der Audi-Nomenklatur heißt das dann 35 TDI - ja, die Ziffern orientieren sich an der Motorleistung haben wir zwischenzeitlich gelernt, aber so ganz schlüssig ist es halt immer noch nicht.

Der Q3 Sportback 35 TDI kostet ab € 41.887,-, der quattro kostet 4000 Euro mehr. Und nach Art des Hauses gibt es jede Menge Annehmlichkeiten und hilfreiche Technik optional (wobei sich die edition one Mythosschwarz mit fast 11.000 Euro zu Buche schlägt).

 

Antrieb

4-Zylinder-Diesel, Hubraum: 1968 cm3, 150 PS/110 kW, max. Drehmoment 340 Nm bei 1750 - 3000 U/min; Start-Stopp-System, Frontantrieb, 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe s tronic

Fahrleistungen

0 - 100 km/h in 9,3 Sekunden, Spitze 205 km/h

Maße

Länge x Breite x Höhe 4500 x 1843 x 1567 mm, Radstand 2680 mm; Kofferraumvolumen 530 - 1400 Liter; Gewicht: 1580 kg/zul. Gesamtgewicht 2155 kg.

Verbrauch

Normverbrauch 4,8 l/100 km 123 - 129 g CO2/km, Testverbrauch: 6,8 l/100 km

Preis

ab € 41.887,-

 

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